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Schont Konto und Umwelt Trend Nachhaltigkeit – Wie Sie im Nordwesten Mode aus zweiter Hand kaufen können

Ein Anlass zur Freude, wenn das Paket kommt und die Secondhand-Bekleidung passt.

Ein Anlass zur Freude, wenn das Paket kommt und die Secondhand-Bekleidung passt.

Christin Klose

Im Nordwesten - Gebrauchte Sachen wie Kleidung, Accessoires und Möbel sind im Trend. Sie schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. In der Region gibt viele Möglichkeiten, Kleidung aus zweiter Hand zu kaufen und zu verkaufen, darunter annähernd 40 Secondhand-Läden. In Deutschland sind es etwa 12.000 Geschäfte, in denen man Gebrauchtes kaufen kann.

Markt der Nachhaltigkeit

Die Läden sind eine Möglichkeit zu stöbern, eine andere sind die Flohmärkte. Der Fashion-Floh aus Wardenburg zum Beispiel organisiert regelmäßig große Flohmärkte für Bekleidung und Accessoires in der Weser-Ems-Halle Oldenburg – der nächste ist für den 17. September von 11 bis 15 Uhr geplant. Und auch im Core Oldenburg veranstaltet die Gruppe Troedeldoedel am 21. Oktober einen Markt der Nachhaltigkeit. Eine der Organisatorinnen ist Jennifer Glagowsky. „Für uns stehen das Soziale und die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Wir wollen Menschen miteinander vernetzen und Gutes tun“, sagt die Organisatorin Jennifer Glagowsky. Hier wechselt nicht nur Kleidung, sondern auch vieles mehr den Besitzer. „Jeder darf 15 Teile mitbringen und die werden dann einfach getauscht“, erklärt die 37-Jährige das Konzept. Zudem ist der Troedeldoedel vernetzt mit anderen nachhaltigen Initiativen. „Etwas, was bei mir schon lange im Keller oder im Schrank liegt, kann ein anderer doch noch gut gebrauchen“, sagt Jennifer Glagowsky. Sie weist auf die App uptraded hin. „Das ist sozusagen Tinder für Kleidung. Man trifft sich, um Dinge vor Ort zu tauschen“, erklärt die Organisatorin.

Martina Simmering aus Wiesmoor führt ihren Secondhand-Laden an der Hauptstraße seit 19 Jahren.

MARTINA SIMMERING AUS WIESMOOR HAT SEIT 19 JAHREN EINEN SECONDHAND-LADEN „Secondhand hat nichts mit sozialem Stand zu tun“

Inga Mennen
Im Nordwesten

Mode aus zweiter Hand boomt

Laut Statista ist 2021 der Anteil der Deutschen, die schon einmal Mode aus zweiter Hand erworben haben, auf rund 67 Prozent gestiegen. 2019 waren es 53 Prozent. Viele der Befragten gaben an, die Mode für sich selbst zu kaufen, aber 18 Prozent nutzen Internetplattformen und Läden auch, um ihre Kinder einzukleiden. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2021, die Momox, ein Unternehmen, das mit gebrauchten Artikeln handelt, in Auftrag gegeben hat, gaben die Käufer an, online Secondhand-Ware zu erwerben, weil es mehr Auswahl gebe und es einfach bequemer sei.

Eine der großen Online-Plattformen für gebrauchte Mode ist Vinted, ehemals Kleiderkreisel. Unter den Nutzern von Secondhand-Bekleidungs-Onlineshops in Deutschland liegt die Markenbekanntheit von Vinted bei 69 Prozent. Insgesamt nutzen 32 Prozent der User von Secondhand-Bekleidungs-Onlineshops in Deutschland Vinted. Diese Plattform gibt es seit 2008. Sie hat in Deutschland rund elf Millionen Mitglieder.

Zalando macht mit

Auch die große Online-Modefirma Zalando setzt auf Secondhand. Dort nennt sich die Plattform pre-Owned. Vor drei Jahren ging der Verkäufer damit an den Markt. Der Vorteil, wenn etwas nicht passt, kann man es – wie neue Ware – zurückschicken, der Nachteil, die Preise sind wesentlich höher als bei den Privatverkäufen.

Ebay-Kleinanzeigen ist eine weitere Möglichkeit, seinen Kleiderschrank zu entmisten. Wenn man Kleidung nicht selbst verkaufen möchte, gibt es auch Online-Secondhand-Shops wie Momox. Über ein Preis-Tool kann man den Wert seiner Kleidung berechnen lassen. Wer keine Lust hat, Pakete zu packen, der kann seine Kleidung bei einem Secondhand-Laden vor Ort abgeben.

Inga Mennen
Inga Mennen Thementeam Soziales
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