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NWZonline.de Ratgeber

KINDERWAGEN: Vom Weidenkorb zur Design-Kutsche

14.09.2009

BERLIN Was vor knapp 160 Jahren als simples Transportmittel für Säuglinge erfunden wurde, ist heute Hightech und manchmal auch Statussymbol. Der Weidenkorb auf Rädern hat sich zu Design-Kutschen namens „Sportwagen Rimini“ oder „Chicago air“ für Kinder bis drei Jahre mit diversen Klapp- und Verstellmechanismen entwickelt. Mehr als 500 Euro auszugeben, ist keine Kunst. Doch was ist das alles wert, wenn der Kinderwagen zum Risiko für die Kleinsten wird?

Im Test von 14 Kinderwagen der Stiftung Warentest (09/2009) verdient keiner das test-Qualitätsurteil „gut“, nur drei sind „befriedigend“: der leichte, aber teure Bugaboo Cameleon (910 Euro), der solide, schwere Teutonia Mistral S (550 Euro) und der günstige, luftbereifte Zekiwa Alu-Cross (299 Euro). Doch gleich in zehn Kinderwagen stecken so viele Schadstoffe, dass sie insgesamt „mangelhaft“ abschneiden.

Textilbezüge waschen

Es sind die üblichen Verdächtigen, die die Tester in Griffen, Gurten, Bezügen und Regenhauben gefunden haben: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phthalate (Weichmacher). Noch dazu wurden sie bei Chlorparaffinen, Flammschutzmitteln, Organo-zinn- und phenolischen Verbindungen sowie Formaldehyd fündig. Akut gefährlich sind diese Substanzen zwar nicht, doch bei einer Belastung über längere Zeit drohen gesundheitliche Schäden. Und Kleinkinder nehmen alles in den Mund, was in Reichweite ist. Eltern haben den Griff immerzu in den Händen. Gerade durch Schweiß und Speichel können sich einige Schadstoffe stärker herauslösen und zur Belastung werden. Die Stiftung Warentest rät, abnehmbare Textilbezüge von neuen Kinderwagen vor dem Benutzen zu waschen.

Kein Schadstoff scheint aus technischer Sicht erforderlich zu sein. Auch die alarmierenden Ergebnisse des Buggy-Tests aus dem Jahr 2006 scheinen die Branche nicht wachgerüttelt zu haben. Die Anbieter müssen endlich nachbessern.

Schadstoffe sind aber nicht die einzige Kritik: Viele Hersteller schaffen es nicht, Kinderwagen kindgerecht zu gestalten. Auch in diesem Prüfpunkt ist keiner „gut“. Die Tragetaschen oder -wannen fallen oft zu kurz und zu eng aus. Für sechs Monate alte Kinder im Sitz sind die Fußstützen oft zu lang und die Sitztiefen zu groß. Größere Kinder können wegen niedriger Lehnen häufig ihren Kopf nicht abstützen.

Ungemütlich

Ziemlich ungemütlich wird es für den Nachwuchs in manchem Wagen bei schlechtem Wetter: Für den Herlag Sportwagen Rimini etwa gibt es keinen Regenschutz, und durch das Belüftungsloch in der Haube vom Emmaljunga Nitro City regnet es schlichtweg rein.

Starker Wind von vorn macht Kindern im Quinny Speedi SX zu schaffen: Er ist der einzige Wagen, in dem das sitzende Kind immer in Fahrtrichtung guckt. Bei allen anderen lässt sich entweder der Sitz in die andere Richtung montieren, der Schieber schwenken oder es ist beides möglich.

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