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NWZonline.de Ratgeber

Kunstprojekt: Revolutionärin moderner Malerei hautnah

24.07.2021

Worpswede Mehr als parallel bespielt, während das Publikum nach jeweils 20 Minuten die Station wechselt“, erläutert der Theaterleiter.

Sechsköpfiges Ensemble

Dabei behandelt das sechsköpfige Ensemble unterschiedliche Facetten ihres Schaffens. „Eine der Szenen handelt von der ,Schwesterseele’, Paulas Freundschaft mit Clara Westhoff, aber auch ihrer Begeisterung für Marie Bashkirtseff“, verrät Peuker. Die russische Malerin, die 1884 im Alter von nur 26 Jahren an Tuberkulose starb, nahm – wie später auch Paula – Unterricht an der privaten Pariser Académie Julian, weil Frauen der Zugang zu den staatlichen Kunstakademien damals noch versperrt war. Ihr Tagebuch, in dem sich Bashkirtseff über die Fesseln ihrer Zeit äußert, avancierte unter den weiblichen Lese­rinnen ihrer Generation zu einem Kultbuch. Für Paula spiegelte sich darin der Drang, zu einer eigenen Künstleridentität zu finden.

Szenen an vier Orten

Weitere Szenen haben den Kreislauf des Werdens und Vergehens, Paulas Arbeit im Atelier und eine Zeitreise zum Inhalt. Zugunsten ihrer Malerei war sie bereit, mit gesellschaftlichen Konventionen zu brechen. Entschieden schrieb die junge Paula Becker vor ihrer Hochzeit mit dem Maler Otto Modersohn im Mai 1901: „…daß ich mich verheirate, soll kein Grund sein, daß ich nichts werde.“ Ihre Tagebücher und Briefe dienten Peuker als Grundlage seiner „theatralen Installation“.

Mit „PAULA“ knüpft er Marie Rilke, Richard Oelze, Tetjus Tügel, Heinrich Vogeler sowie dem von Bernhard Hoetger entworfenen Niedersachsenstein auf dem Weyerberg.

Die Ehrung Paula Modersohn-Beckers als ungewöhnlich willensstarke und mutige Frau ihrer Zeit wird in Worpswede gleich mit mehreren Ausstellungen gefeiert. Das Museum am Modersohn-Haus zeigt im Wohnhaus des Künstlerehepaares zahlreiche Gemälde Paulas, während im Anbau unter dem Titel „Ein Frauenleben um 1900“ biografische und emanzipatorische Aspekte in den Fokus gerückt sind.

Statements der Künstlerin werden mit Werken ihrer Kolleginnen in Dialog gesetzt. Ein alter Herd, auch Küchenhexe genannt, wird den „Mark­steinen“ der Emanzipationsgeschichte sinnbildlich gegenübergestellt.

In direkter Nachbarschaft des Museums, vor der Galerie Altes Rathaus, ist eine Outdoor-Präsentation zu sehen. Standort und Motivauswahl nehmen auf das Gebäude Bezug, denn im einstigen Worpsweder Armenhaus fand Paula die Modelle für zahlreiche ihrer Porträts. Innerhalb der Galerie wird indes die Brücke in die Gegenwart geschlagen: Gezeigt werden Arbeiten von 12 ausgewählten Künstlerinnen, die sich „allem und allem zum Trotz“, wie Paula einst in ihr Tagebuch schrieb, schon früh für ein Leben als freischaffende Künstlerin entschieden haben.

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