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Fluchtweg versperrt: Warum Fahrräder nicht in den Hausflur gehören

12.04.2021

Berlin (dpa/tmn) - Fahrräder sollten grundsätzlich nicht im Hausflur abgestellt werden. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Denn im Flur verstellen sie in der Regel Fluchtwege und behindern die übrigen Bewohner in der Nutzung des Treppenhauses.

Gibt es andere Abstellmöglichkeiten, müssen diese genutzt werden. Mieter sind dabei auch ohne eine gesonderte Regelung im Mietvertrag dazu berechtigt, Fahrradabstellplätze zu nutzen, die der Vermieter allgemein zur Verfügung stellt.

Gibt es keinen Abstellplatz, können Mieter ihre Räder zum Beispiel im eigenen Keller oder in der Wohnung aufbewahren. Hausflure kommen laut Haus & Grund nur dann ausnahmsweise als Abstellplatz infrage, wenn ausreichend Platz vorhanden ist und kein Keller existiert.

Stellt der Vermieter genügend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung, kann er das Abstellen an anderen Stellen verbieten. Dabei genügt bereits ein Abstellplatz im Außenbereich, selbst wenn dieser nur über eine Treppe zu erreichen ist. Ein vollumfängliches Verbot, Fahrräder abzustellen, ist hingegen nicht wirksam, wie das Landgericht Hannover entschieden hat (Az.: 20 S 39/05).

© dpa-infocom, dpa:210409-99-142132/2

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