ACCUMERSIEL - Die Entwässerung des Binnenlandes wird zum Problem. 'Das Siel- und Schöpfwerk Accumersiel hat seine Leistungsgrenze erreicht', erklärt Meene Schmidt, Obersielrichter der Sielacht Dornum, in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Geschäftsführer Meinhard Edzards.
Wie auch im Zuständigkeitsbereich der Sielacht Esens sei nicht erst durch die erhöhten Niederschläge der vergangenen sieben Monate deutlich geworden, dass die Pumpenleistungen in den Schöpfwerken in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichen, das Binnenland – das sind im Bereich der Sielacht Dornum 14 100 Hektar – auch unter schwierigen Bedingungen sicher zu entwässern.
'Aus diesem Grund müssen wir in die Ertüchtigung des Siel- und Schöpfwerkes Accumersiel investieren', so Meene Schmidt. Die Details erläutert Geschäftsführer Meinhard Edzards: 'Zum Siel- und Schöpfwerk Accumersiel gehören derzeit zwei Sielläufe und drei Pumpen, jeweils mit einer Leistung von sieben Kubikmetern pro Sekunde. Damit könnten pro Sekunde 35 Badewannen mit einem Volumen von jeweils 200 Litern gefüllt werden', veranschaulicht Edzards. Doch diese Leistung reiche künftig nicht mehr aus. Die Pumpenleistung soll durch neue Motoren und neue Propeller während des laufenden Betriebs bis Ende 2019 auf neun Kubikmeter pro Pumpe erhöht werden. Die Kosten dafür betragen 2,9 Millionen Euro. Nach Abschluss dieser Maßnahme kommt es zur Schnittstelle mit dem Mahlbusen-Projekt und der Frage nach dem Bau einer Schleuse oder, wenn diese nicht kommt, eines dritten Siellaufes. 'Damit wäre die Chance auf eine Beschiffbarkeit des Malbusens dann für immer vertan', betont Edzards. Die Gemeinde Dornum muss sich entscheiden.
