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NWZonline.de Region

Jens Nacke siegt mit 205 Stimmen

16.10.2017

Ammerland Vor vier Jahren hatte er noch mehr als elf Prozentpunkte Vorsprung auf die damalige SPD-Kandidatin Sigrid Rakow gehabt. Diesmal musste Jens Nacke bis zum letzten Wahllokal zittern. Als um 20.33 Uhr das Ergebnis aus Husbäke gemeldet wurde, stand dann sein Sieg mit 38,47 Prozent zu 38,06 Prozent fest. 205 Stimmen holte er mehr als Freia Taeger.

Was wäre wenn? Kommentar von Jasper Rittner

 CDU

Hauchdünn das Direktmandat geholt, aber bei den Zweitstimmen eine deftige Niederlage kassiert. Bei nur noch 33,2 Prozent kam die CDU ins Ziel. 2013 waren es noch 36 Prozent gewesen, 2008 sogar 42,6 Prozent. Das einst schwarze Ammerland hat rot gewählt.

Trotz Nackes knappen Sieges war der Jubel bei den Christdemokraten groß, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde. „Das war wirklich ein spannender Wahlabend – ein Herzschlagergebnis“, erklärte ein sichtlich erleichterter Jens Nacke nach der Auszählung. „Ich freue mich, dass das Ergebnis der Erststimmen über den Zweitstimmen liegt. Das bestätigt meine Arbeit“, erklärte er.

 SPD

Die Enttäuschung über die knappe Niederlage von Freia Taeger schmerzte zwar, gleichwohl hatten die Sozialdemokraten im Ammerland auch Grund zum Jubeln. Mit 35,9 Prozent legten sie rund sieben Prozentpunkte gegenüber der letzten Wahl zu. Sie sind nicht nur im Land Niedersachsen stärkste Partei, sondern auch im Wahlkreis Ammerland.

Entsprechend groß war die Freude im Parteibüro der Sozialdemokraten am Wahlabend. Auch wenn Direktkandidatin Freia Taeger den Wahlkreis nicht holen konnte, war sie mit dem Ergebnis zufrieden. „Es ist natürlich schade, dass es nur an wenigen Stimmen scheiterte. Trotzdem ist das alles in allem ein schöner persönlicher Erfolg, mit dem ich nicht gerechnet habe“, erklärte sie am Wahlabend. „Und ich freue mich außerordentlich über das gute Ergebnis der SPD auf Landesebene und im Wahlkreis.“

 Grüne

In der Westersteder Wunderbar feierten die Grünen. Und dort wurde die Stimmung immer dann besonders ausgelassen, wenn Hochrechnungen eine rot-grüne Mehrheit verkündeten. Persönlich mit ihrem Ergebnis zufrieden war auch Stefanie Helmers. „Für mich war das diesmal ein Probelauf. In fünf Jahren will ich es dann in den Landtag schaffen“, sagte sie. In diesem Wahlkampf war es ihr hauptsächlich darum gegangen, möglichst viele Stimmen für die Grünen zu holen.

 FDP

Wäre doch nur überall so gewählt worden wie im Gristeder Hof, das meinte Hartmut Bruns schmunzelnd bei der Wahlparty im Kreishaus. Als das Ergebnis aus seinem Heim-Wahllokal einlief, zeigte er stolz auf dem Handy den großen gelben Balken mit 48,48 Prozent. Anderswo konnte er zwar nicht so stark punkten, zufrieden war er trotzdem. „Wir sind drittstärkste Kraft im Wahlkreis“, meinte er.

 AfD

Wie schon bei der Bundestagswahl blieb die AfD im Ammerland wieder unter dem Landesergebnis. Allerdings wird ein Edewechter für die Partei in das Landesparlament einziehen. Listenplatz sieben reichte für Jens Ahrends.

Der 58-jährige Berufsoffizier a.D. feierte mit seiner Partei in Hannover. Im Ammerland hatte die AfD keinen Direktkandidaten aufgestellt, auch eine öffentliche Wahlparty gab es hier nicht.

 Linke

Auch im Ammerland scheiterte die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde. Erstaunlich aber dennoch die 4,34 Prozent für Marion Schröter. Neun Tage vor der Wahl hatte sie ihren Austritt aus der Partei erklärt, auf den Wahlzetteln stand sie dennoch, da alle Änderungsfristen längst verstrichen waren. 2178 Stimmen holte Schröter, wie viele davon sie schon vor dem Austritt per Briefwahl gewählt hatten, darüber kann nur spekuliert werden. Und auch, ob ein früherer Rückzug vielleicht Freia Taeger zu den fehlenden Stimmen im Kampf ums Direktmandat geholfen hätte.

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