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NWZonline.de Region

Auch im Rentenalter noch mitten im Berufsleben

31.08.2013

Oldenburg Seinen 80. Geburtstag feiert an diesem Sonntag der ehemalige Präsident des Regierungsbezirks Weser-Ems, Dr. Joseph Schweer. Der gebürtige Lastruper hatte 1954 nach dem Abitur am Gymnasium in Cloppenburg sein Jurastudium (Heidelberg, Freiburg und Münster) begonnen. Nach dem Examen 1958 begann eine dreieinhalbjährige Referendariatszeit, die Schweer unter anderem in Berlin beim Bundeskartellamt verbrachte. Seine Promotionsarbeit verfasste er über Kartellrecht.

Nach dem zweiten Staatsexamen begann Joseph Schweer seine beruflich Karriere: „In Cloppenburg war die Stelle des stellvertretenden Oberkreisdirektors ausgeschrieben. Ich bewarb mich und wurde gewählt. Ich war damals 30 Jahre alt“, erinnert sich der Jurist.

Gerade einmal zwei Jahre später schaffte er, längst CDU-Mitglied, den Sprung zum Oberkreisdirektor. „Es gibt keinen größeren Gestaltungsspielraum als in dieser Funktion. Wir mussten viel tun für den strukturschwachen Nordkreis, haben auch einiges erreicht“, so seine Bilanz. Zehn Jahre lang war Schweer Oberkreisdirektor.

1976 kam in Niedersachsen der Regierungswechsel. Ministerpräsident Albrecht (CDU) ernannte den Lastruper zum Verwaltungspräsidenten für das alte Oldenburger Land. Die CDU-FDP-Koaltion schuf zwei Jahre später aus den acht Verwaltungsbezirken im Land vier Regierungsbezirke. Den für Weser-Ems vertraute man Joseph Schweer an. Der Regierungspräsident hatte seinen Sitz in Oldenburg, aber auch Büros in Aurich und Osnabrück. „Es war nicht einfach, Ostfriesen, Oldenburger und Osnabrücker miteinander zu verbinden. Vor allem die Osnabrücker taten sich schwer. Alle zusammenzuführen, war die schwierigste Aufgabe in diesem Amt“, sagt Schweer rückblickend.

Doch was ihm besonders an dieser Aufgabe gefallen hat, waren auch hier die Gestaltungsmöglichkeiten. „Die Bezirksregierung war universell zuständig für alle Bereiche, Aufsicht über Behörden und Kommunen, verantwortlich für große Infrastrukturmaßnahmen. Mit dieser Machtfülle ging in der Einheitsbehörde vieles einfacher und schneller“, betont er, und macht keinen Hehl daraus, dass er es für einen Fehler hält, dass später die Bezirksregierungen aufgelöst wurden.

Als mit Gerhard Schröder die politische Mehrheit in Hannover 1990 wieder an die SPD (und Grünen) fiel, trat Schweer als Anwalt in eine Oldenburger Kanzlei ein. Dort ist er heute noch mit viel Freude und Engagement tätig. Außerdem gehört er einigen Aufsichtsräten an. „Ich stehe noch voll im Berufsleben und empfinde das als Lebensqualität.“

Wenn an diesem Sonntag Geburtstag gefeiert wird, dann sind nicht nur seine Frau, mit der er seit 1961 verheiratet ist, und die beiden Kinder und fünf Enkel dabei, sondern auch viele Freunde und Verwandte.

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