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NWZonline.de Region

„Moin“ trifft „Grüß Gott“: Österreich zu Gast im Ammerland

12.07.2019

Bad Zwischenahn Neugierig lassen die Gäste ihre Blicke über die im Kreis aufgestellten Tafeln wandern – bis sie es entdeckt haben: Ihr eigenes Baumhoroskop! Christian Wandscher, Geschäftsführer des Parks der Gärten in Bad Zwischenahn, hat ihnen nicht zu viel versprochen mit diesem Geschenk zum Abschluss ihres Besuchs im Ammerland. „Eigentlich bin ich eine Eberesche“, stellt Martin Eichtinger vergnügt fest. Schließlich hat der Landesrat der niederösterreichischen Landesregierung am 5. April Geburtstag, und dieser Tag fällt laut der bunten Horoskop-Tafel in den Zeitraum der „feinfühligen“ Eberesche.

Über die Aktion „NATUR IM GARTEN“

Die „European Garden Association – Natur im Garten International“ ist ein europaweites Netzwerk, das sich gemeinsam für die Ökologisierung der Gärten und Grünräume und die Förderung der Artenvielfalt einsetzt. In sieben Nationen wurden knapp 20.000 Plaketten – ein sichtbares Zeichen für die Förderung der Artenvielfalt – an private Gartenbesitzer vergeben. Zudem laden 238 Schaugärten ein, sich Ideen und Anregungen für den eigenen Garten zu holen.

Von Niederösterreich ausgehend – Initiator der Aktion war der damalige Umweltlandesrat Wolfgang Sobotka – hat sich die Idee „Natur im Garten“ in den vergangenen 20 Jahren über Österreich bis in weite Teile Europas ausgebreitet. Die Kernkriterien von „Natur im Garten“ legen fest, dass bei der Pflege auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel sowie auf Torf verzichtet wird. Mittlerweile ziert die „Natur im Garten“ Plakette Gartenzäune in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Lichtenstein, Italien, Tschechien und der Slowakei.

    https://www.naturimgarten.at/

Warum so viele, insbesondere österreichische, Gäste an diesem Tag im Park unterwegs sind? „Wir sind auf Tour in Deutschland und werben für Partner in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen“, erklärt Christa Ringkamp. Sie ist geschäftsführende Präsidentin der „European Garden Association - Natur im Garten International“. 1999 wurde die Aktion „Natur im Garten“ mit der Grundidee „Gärtnern mit der Natur“ von Österreich aus ins Leben gerufen. Die Kernkriterien lauten: Gärtnern ohne Kunstdünger, Pestizide und Torf. Die Initiative legt Wert auf biologische Vielfalt und Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen. Initiator der Aktion war der damalige österreichische Umweltlandesrat Wolfgang Sobotka (siehe Infobox).

Sobotka ist inzwischen Präsident des Nationalrats Österreich und Präsident des Vereins „Natur im Garten“. Auch er ist an diesem Tag zu Gast im Ammerland, würde den Park der Gärten „gern an unserer Seite wissen – oder uns an Ihrer“. Er hebt den pädagogischen Auftrag hervor: Die Initiative wolle „das Wissen den jungen Menschen wieder zurückgeben, das sie verloren haben. Das, was unsere Großmütter noch selbstverständlich wussten und konnten, das wollen wir den Leuten wieder zurückgeben – als ihren Schatz der Heimat.“ Dementsprechend werde auf die jeweilige Regionalität Rücksicht genommen.

Eine Herausforderung stelle die Anpassung an den Klimawandel dar; Sobotka nennt die Rosen als Beispiel, die früher im Sonnenlicht gewachsen seien – aber heute verbrennen. „Wir müssen CO2 sparen, keine Frage, aber wir müssen den Leuten auch zeigen, wie wir mit diesen geänderten Situationen umgehen. Welche Pflanzen hier standortgerecht sind. Wie sich die Standortgerechtigkeit ändert.“

Christian Wandscher freut sich über den Besuch der großen Delegation: „Es ist hier ein Füllhorn von Menschen mit hoher Bedeutung für den Gartenbau und aus der Politik.“ Auch Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, ist erfreut über den Besuch, um ein gemeinsames Miteinander zu besprechen: „Ich habe feststellen können, dass die Kontakte zwischen unserem Haus, unserem Park der Gärten, aber auch der Wirtschaft aus der Region und Ihnen in Niederösterreich über viele Jahre schon gut ist.“ Vize-Landrätin Maria Bruns und Frank Martin, zweiter stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Bad Zwischenahn, nahmen ebenfalls an dem Treffen teil.

Christa Ringkamp (vorne, von links), Gerhard Schwetje und Wolfgang Sobotka

Auch wenn es im Park der Gärten nicht ganz ohne Torf gehe, wie Björn Ehsen vom Park der Gärten insbesondere mit Blick auf die Rhododendren im Gespräch mit der NWZ erklärt: „Wir haben viele gemeinsame Anknüpfungspunkte und tauschen uns mit der Initiative aus.“ Zum Beispiel im Bildungsbereich und der Gartengestaltung.

Zurück zu den Baumhoroskopen: Eichtinger wirft einen Blick auf die Tafel der Eiche – allein schon wegen der Namensverwandtschaft zieht ihn der dem 21. März zugewiesene „robuste“ Baum an. Außerdem lautet dessen Fachname „Quercus“: „Mein Vater wurde in der Schule ,Quercus‘ genannt!“

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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