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NWZonline.de Region

So soll der 35 Millionen Euro-Neubau aussehen

20.10.2018

Bad Zwischenahn /Oldenburg Mit einer feierlichen Grundsteinlegung hat die Karl-Jaspers-Klinik (KJK) am Freitag den Start der Bauarbeiten für ihr bisher umfangreichstes Neubauprojekt eingeleitet.

Feierliche Grundsteinlegung: Architekt Armin Plischke, Dr. Christian Figge, Staatssekretär Heiger Scholz, Geschäftsführer Axel Weber, Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bensberg, die Seelsorger Bruno Korbmacher, Tanja Bödeker und Sigrid Pastewka-Rickels Bild: Torsten von Reeken

An der Nordseite des Klinikgeländes entsteht für 35 Millionen Euro das neue Klinikgebäude, das auf zwei Etagen und auf insgesamt rund 12.800 m² Fläche die Bereiche Aufnahme, Diagnostik, Behandlung und Information unter einem Dach vereinen wird. Über das Land Niedersachsen erfolgt eine Förderung in Höhe von 4,8 Millionen Euro.

Karl-Jaspers-Klinik (KJK)

Die KJK ist ein Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und gehört zum Medizinischen Campus der European Medical School (EMS). Außerdem ist die KJK Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Oldenburg und gehört mit ihren rund 1000 Mitarbeitern zu einem der größten Arbeitgeber der Region.

Für die Patienten sollen auf acht Stationen mit je 18 Plätzen modern ausgestattete Ein- und Zweibettzimmer mit Bad entstehen, jede Station soll über einen eigenen Außenbereich, Atrium oder Gartenanlage verfügen.

Dringend erforderlich sei der Neubau laut KJK geworden, da ein in den 1950er Jahren errichtetes Klinikgebäude nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Krankenhauses entspreche und die bisherigen räumlichen Kapazitäten nicht mehr ausreichten.

„Wir legen heute den Grundstein für die bedeutendste Etappe im Modernisierungsprozess der Karl-Jaspers-Klinik. Der Neubau des Hannah-Arendt-Hauses wird unverkennbar das neue Herzstück der Karl-Jaspers-Klinik werden“, sagte Jörg Bensberg, Aufsichtsratsvorsitzender der KJK. Er betonte, dass die Förderung in Höhe von 4,8 Millionen Euro durch das Land Niedersachsen auch bedeute, dass die Klinik 30 Millionen Euro aus eigener Tasche zahle. Das Geld komme somit „genau da wieder hin, wo wir es haben wollen.“

Heiger Scholz Bild: Torsten von Reeken

„Wir beschreiten in der Psychiatrie neue Wege, weg von Zwangsmaßnahmen und starker Reglementierung, hin zu größerer persönlicher Freiheit für die Patientinnen und Patienten“, sagte Heiger Scholz, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, „diesem Gedanken trägt auch der Neubau der Karl-Jaspers-Klinik Rechnung. Die Architektur zeichnet sich durch kleine Behandlungsstationen und eine offene Gestaltung aus. Auch von der Vernetzung der Angebote innerhalb der Klinik profitieren die Patientinnen und Patienten.“ Er gratulierte im Namen der Landesregierung und hob die hohe Auslastung der KJK von 98 Prozent hervor. Er betonte auch, dass es nicht selbstverständlich sei, dass ein Haus so aufgestellt sei, dass es den jetzigen Neubau selbst finanzieren könne.

Dr. Christian Figge Bild: Torsten von Reeken

Im neuen Hannah-Arendt-Haus werde auf kurze Wege und vernetzte Strukturen gesetzt. „Bei größtmöglicher Offenheit und Transparenz werden auch die in der Psychiatrie notwendigen Sicherheitsaspekte berücksichtigt“, erläuterte der Ärztliche Direktor Dr. Christian Figge. So hätten die neuen Gebäudeteile Innenhöfe, sodass „auch die Leute mal raus können, die nicht allein auf sich achtgeben können.“

Er skizzierte in seiner Rede auch den Weg, den die Psychiatrie genommen hat; von der Eröffnung der Heilanstalt Wehnen 1858, über Wachsäle, in denen Patienten in Schubladenbetten untergebracht wurden, hin zur heutigen Karl-Jaspers-Klinik und dem jetzigen Neubau: „Heute gibt es nicht mal mehr Dreibettzimmer.“

Insgesamt liegen die Arbeiten im Zeitplan, im Frühjahr 2020 soll der Rohbau fertiggestellt werden und 2021 ist die Eröffnung des Neubaus geplant.

Sogar der erste Umzug ist bereits durchgeführt: Da sich das Gelände des Neubaus auf dem bisherigen Areal der Wildschweine, Schafe, Esel und Ponys der KJK befindet, durften zunächst die Tiere ihr vergrößertes neues Zuhause im angrenzenden Wald- und Wiesenstück beziehen.

Jantje Ziegeler
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2157

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