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NWZonline.de Region

Online-Handel Im Nordwesten: Internethändler mit dem Tode bedroht

10.04.2018

Bad Zwischenahn „Meine Brüder sind unterwegs, die stecken dein Haus an.“ Ralf G. (59) traut seinen Ohren nicht. Der Mann am anderen Ende der Leitung, der ihn gerade bedroht, hat sich als Kunde des Motorradhändlers aus Bad Zwischenahn (Ammerland) ausgegeben. Das Motorrad, das er von G. kurz zuvor gekauft hat, soll angeblich nur ein Haufen Schrott sein, für das er den Kaufpreis sofort zurückerstattet haben will. „Ich war im Auto unterwegs“, sagt G., über den Moment, als er den Drohanruf bekommt. Als ihm der Mann am Telefon sogar droht, ihn umbringen zu lassen, legt G. auf. Er ist geschockt. Was war das denn gerade?

G. sucht sich, im Büro angekommen, den Kaufvertrag raus. Er schnappt sich das Telefon, ruft den Kunden an, dem er das Motorrad verkauft hat. Eine völlig andere und mit dem Kauf absolut zufriedene Stimme meldet sich. G. ist klar: Da wollte ihn einer abzocken. Er geht zur Polizei, zeigt den Unbekannten an.

Hohe Dunkelziffer

Und tatsächlich: Der Fall von Ralf G. ist kein Einzelfall. Einen weiteren Versuch haben die Betrüger in Bad Zwischenahn gestartet, je einmal haben sie es in Papenburg und Vechta versucht. Das zumindest sind die Fälle, die der Polizei bisher bekannt sind. Die Dunkelziffer könnte weit größer sein.

„Das ist offenbar eine neue Betrugsmethode“, sagt Bernd Brunßen von der Polizei in Bad Zwischenahn. Und die geht so: Ein Verkäufer bietet im Internet ein Auto oder ein Motorrad an. Ein zufriedener Kunde hinterlässt auf dem Profil des Verkäufers eine positive Bewertung. „Da steht dann etwa, alles bestens gelaufen, Unterschrift Thomas Meier“, sagt Brunßen. Die Betrüger rufen nun beim Verkäufer an und geben sich etwa als Thomas Meier aus, reklamieren das zuvor angeblich gekaufte Auto und fordern die sofortige Überweisung des Kaufpreises. Garniert wird die Forderung mit den übelsten Bedrohungen. „Damit sind wir dann im Bereich der räuberischen Erpressung“, sagt Polizist Brunßen.

„Telefon-Terror ist ganz schön fies“

„Telefon-Terror ist ganz schön fies“, sagt Motorradhändler Ralf G., der seine Kollegen in der Region direkt vor solchen Anrufen gewarnt hat. Als Händler habe er schon so einiges erlebt. „Aber wenn du da jetzt ’nen Privatmann hast, der geht ja nach so ’nem Anruf nicht mehr vor die Tür.“

Die Polizei beruhigt: Die Drohungen klingen zwar wüst, sind aber nur Teil der Betrugs- und Erpressungsmasche. Die Betrüger rufen übrigens mit Nummern aus dem Ausland an. Im Falle von Ralf G. aus dem Libanon. Wer so einen Anruf bekommt, der sollte ihn schnell bei der Polizei melden.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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