Im Norden - Ein Unwetter hat am Dienstagnachmittag in Niedersachsen und Bremen teilweise den Verkehr behindert. In Bremen kippten Bäume um, einige auch auf Autos. Verletzte gab es es aber nicht, sagte eine Polizeisprecherin.
Im Kreis Verden kippte ein Baum auf Bahngleise, im Bereich Oldenburg und in Ostfriesland gab es einige Einsätze wegen überfluteter Keller und umgekippter Bäume, teilten die Leitstellen der Feuerwehren mit. In Hannover verzeichneten die Einsatzkräfte zunächst keine größeren Zwischenfälle. „Hier geht es“, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Friesoythe
Die Freiwillige Feuerwehr Friesoythe musste gleich zu mehreren Gefahrenstellen ausrücken, ausgelöst durch umgestürzte Bäume oder herabhängende Äste. So mussten beispielsweise am Clauener Weg in Friesoythe abgeknickte, dicke Äste aus einem Baum herausgeschnitten werden. Dazu mussten die Kameraden die Drehleiter einsetzen.
Im Saterländer Gebiet konnten die Feuerwehrfahrzeuge zwar in der Halle bleiben, das Unwetter hinterließ aber auch dort seine Spuren – und zwar in Form von Hagelkörnern so groß wie Tischtennisbälle. Zeitweise waren einige Orte in ein Weiß getaucht. Nicht nur zahlreiche Terrassendächer wurden durchschlagen, sondern auch bei der Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Saterland am Langhorster Eschweg in Ramsloh richtete der Hagel riesige Schäden an.
Ganderkesee
Innerhalb mehrerer Stunden hatte die Freiwillige Feuerwehr in Ganderkesee am Dienstag knapp 60 Einsatzstellen abzuarbeiten.
„Alle Ortswehren der Gemeinde sind im Einsatz“, teilte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Bernd Lembke an der Rettungswache Urneburger Straße mit. Dort hatte die Feuerwehr eine Leitstelle eingerichtet, um alle Einsätze zu koordinieren. „Das Schadensgebiet reicht von Bergedorf bis Schlutter“, so Lembke. Mehr als 80 Prozent der Schadensmeldungen bezogen sich auf den Ortskern von Ganderkesee. Ortsbrandmeister Rolf Meyer sprach gar von einer Windhose die über den Ort hinweggezogen sei.

