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NWZonline.de Region

32-Jährige tritt vor Wut Glastüren ein

06.09.2018

Bakum /Vechta /Oldenburg Wegen Sachbeschädigung in mehreren Fällen hat das Oldenburger Landgericht am Mittwoch in zweiter Instanz eine 32 Jahre alte Frau aus Bakum zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt. Damit hob die Berufungskammer ein früheres Urteil des Amtsgerichts in Vechta auf. Das hatte die Angeklagte in einem ersten Prozess um die Sache zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem neuen Urteil bleibt der schwangeren Angeklagten nun das Gefängnis erspart. Sie kann ihr Kind in Freiheit bekommen.

Gleichwohl: Das erste Urteil, was auch zum Widerruf früherer Bewährungen geführt hätte, war nicht unverhältnismäßig gewesen. Die Angeklagte ist erheblich vorbestraft und stand während der Taten, die gestern verhandelt wurden, unter dreifacher Bewährung. Die schwangere Angeklagte hat unter anderem ein erhebliches Alkoholproblem. Am Tattag hatte sie im stark alkoholisierten Zustand bei einem Kiosk Nachschub holen wollen. Die Kioskbetreiber waren aber ihrer Verantwortung nachgekommen und hatten die Herausgabe von Alkohol verweigert.

Aus Wut darüber trat die Angeklagte dann mehrere Glastüren in einem Mehrparteienhaus ein. Aufgrund ihrer starken Alkoholisierung billigte das Landgericht der 32-Jährigen gestern eine verminderte Schuldfähigkeit zu. Außerdem wirkte sich der Umstand positiv aus, dass die Angeklagte den angerichteten Schaden wieder gutgemacht hat. So konnte es letztlich bei einer Geldstrafe bleiben. Zurzeit wird die Angeklagte in einer Einrichtung betreut. Danach soll eine Therapie folgen.

Schon mehrmals war die 32-Jährige in einer Klinik untergebracht worden, hatte mehrere Therapien angefangen. Doch nichts war erfolgreich gewesen. Therapien wurden wieder abgebrochen beziehungsweise aus disziplinarischen Gründen beendet, weil die Angeklagte weiter Drogen konsumiert hatte. Nun soll alles besser werden. Für die 32-Jährige steht einiges auf dem Spiel. Sollte sie es jetzt nicht schaffen, muss sie damit rechnen, dass ihr Kind nach der Geburt zu Pflegeeltern gegeben wird.

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