BARKEL - 'Der Hund geht bloß seinem Naturell nach und wittert eine Fährte. Das Rehwild fühlt sich bedroht und rast los.' Das ist leider kein Einzelfall, weiß Silva Finkenstaedt. Die Hegeringsleiterin bat mit Revierinhaber Heidemarie und Werner Wessels darum, dass Hundehalter ihre lieben Vierbeiner im Wald und auf dem Feld auch zu dieser Jahreszeit anleinen.
Die Jäger müssen immer wieder Hundehalter bitten, ihre Tiere an die Leine zu nehmen. Sie verweisen auf einen Fall, der sich im Januar im Bereich Barkel und Feldhausen erreicht hat. Ein Hund spürt Wild auf und läuft hinterher. am Ende reißt er das Kiez, das schwer verletzt wird. 'Ein Polizist musste das Tier erschießen', schildert Silva Finkenstaedt weiter. Keine zehn Tage später werde morgens um 8.26 Uhr ein Rehbock vor ein Auto getrieben. 'Dieser Wildwechsel passt nicht in die Jahreszeit, da wird ein Hund hinter dem Rehbock hinter gewesen sein', berichtete Revierinhaber Wessels. Es gibt verantwortungsvolle Hundebesitzer, aber eben auch solche, die mit ihrem Auto auf einem Feldweg halten, Tür auf, Hund raus, eine rauchen und der Hund rennt durch die Gegend. 'Wie blöd ist das denn?', fragt sich Silva Finkenstaedt.
Spaziergänger seien im Wald willkommen, auch Spaziergänger mit Hund, aber 'dann bitte an der Leine', wiederholt Finkenstaedt. Die Jäger würden immer wieder Hundehalter darum bitten, ihre Lieblinge anzuleinen. 'Wir müssen schon sehr diplomatisch und höflich sein', schildern Wessels und Finkenstaedt. Sie wollen ja nur verhindern, dass wieder Rehwild durch die Gegend gejagt und zum Fallwild wird.
'Es gibt tolle Hundeschulen, wo Herrchen und Frauchen ihren Hund erziehen lassen können', geben die Jäger einen Hinweis. Denn bedauerlicherweise steige die Zahl des Fallwildes in den letzten Jahren enorm.
