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NWZonline.de Region

TAGUNG: Bildung gegen Kinderarmut

02.07.2008

OLDENBURG „Jedes sechste Kind in Niedersachsen ist arm, in Oldenburg sogar jedes vierte“, warnt Prof. Antje Richter. Sie ist Mitglied der Landesvereinigung Gesundheit (LVG) und organisierte gemeinsam mit der Oldenburger Fachhochschule eine Tagung, um Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung an einen Tisch zubringen. Das Ziel: Konzepte zur Bekämpfung der Kinderarmut direkt in den Kommunen entwickeln.

In Oldenburg diskutiert auch SPD-Landeschef Garrelt Duin mit. Den Plan, die Kinderarmut mit einer Erhöhung des Kindergeldes zu bekämpfen hält der Bundestagsabgeordnete für falsch. „Wir sollten das Geld besser in institutionelle Einrichtungen, wie Ganztagsbetreuung, anlegen, weniger in die individuelle Förderung“, sagte Duin vor knapp 90 Zuhörern. Dasselbe gelte für ein Betreuungsgeld. Gute Bildung sei eine wichtige Grundlage für die Bekämpfung von Armut.

Im Wege stünden dabei Kompetenzstreitigkeiten – auch durch zu viel Föderalismus. Duin: „Bei Bildung und Kinderarmut können wir uns diese Kleinstaaterei nicht leisten.“ Dem stimmte auch Martin Schumacher, Oldenburgs Dezernent für Schule und Jugend, zu: „Wir müssen Kompetenzgrenzen nicht nur berühren, sondern in bestimmten Bereichen auch mal überschreiten.“ So müssten Kommunen Ganztagsschulen unterstützen, damit diese auch Aufgaben der Familien übernehmen können, „auch wenn das Land die Lehrerstellen nicht zur Verfügung stellt.“

Die Wissenschaftler sind bereits einen Schritt weiter. Sie stellten ein Zehn-Schritte-Programm vor, wie Kinderarmut konkret zu bekämpfen sei. Wichtigster Punkt: das Problem erst einmal auf kommunaler Ebene wahrzunehmen anstat auf Bund und Land zu gucken, meint Thomas Altgeld von der LVG. Prof. Frauke Koppelin von der FH hofft, dass die Tagung erfolgreiche Projekte anstoßen könne.

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