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NWZonline.de Region

Bau-Ärger In Bösel: Bürger gehen mit Politik hart ins Gericht

07.02.2020

Bösel Kein Durchkommen und dichtes Gedränge – auf großes Interesse stieß am Mittwochabend die Infoveranstaltung der neuen Bürgerinitiative „Bürgerbegehren Bösel“ (BI) im Heimathaus. Der Grund: Die Böseler haben immer mehr Angst, dass große Mietshäuser in alten Wohngebieten das Ortsbild zum Negativen entwickeln.

Das will die BI

„Wir wollen nachbarschaftsfreundliche Bauten und keine Großbauten. Schlupflöcher, die eine dritte Etage zulassen, darf es nicht geben“, sagte die Initiatorin der BI, Stefanie Oltmann, unter Beifall. Nur durch Zufall hätten die Anwohner erfahren, dass erneut an der Theodor-Strom-Straße wieder ein „Klotz“ mit acht Wohnungen entstehen soll.

„Wir und auch die Gemeinde Bösel können dagegen leider rechtlich nichts mehr unternehmen. Kein Ratsmitglied hat die Zeichnung gesehen. Wie kann das sein?“, fragte sich Oltmann. Man habe sich für ein Leben auf dem Land und nicht in der Stadt entschieden. „Rat und Verwaltung müssen alles versuchen, um hier noch etwas zu erreichen. Es wird schwierig, denn eine Veränderungssperre geht bei einer vorliegenden Genehmigung nicht mehr“, betonte Heino Brinkmann.

„Zusammen können wir das verhindern. Lasst uns an einem Strang ziehen“, so Werner Lamare. Anna Werwein hatte sich Unterlagen vom Landkreis besorgt, da der Rat Bösel nicht in die „Hufe“ gekommen sei. In Sachen Veränderungssperre warf sie Bürgermeister Hermann Block vor, die Unwahrheit gesagt zu haben: „Block hat uns bei einer Besprechung gesagt, der Landkreis lasse eine Veränderungssperre nicht zu. Diese Aussage ist falsch, hat mir der Landkreis bestätigt. Die Planungshoheit liegt bei der Gemeinde Bösel.“ Auf Versprechen von Verwaltung und Politik gebe sie nichts mehr. „Mein Vertrauen in die Böseler Gemeindepolitik ist schon lange weg“, meinte Werwein enttäuscht. „Die Gemeinde hat die Planungshoheit. Der Landkreis kann eine Veränderungssperre nicht verwehren“, stellte auch BI-Sprecher Matthias Preuth (Bündnis Bösel) klar. „Die Politik hat hier in den letzten Jahren geschlafen“, sagte Frank von Garrel.

Das sagt die Politik

„Wir sind auch gegen die großen Bauten. Ich kann den Unmut der Anwohner verstehen. An der einen oder anderen Stelle ist das Kind nun einmal in den Brunnen gefallen“, meinte CDU-Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister Ludger Beeken und fing sich dafür höhnisches Gelächter der Anwesenden ein. Sein Versprechen, der Rat werde nun alles tun, um Großbauten in Zukunft einzudämmen und die Nachbarschaftsverträglichkeit habe Priorität, wollte so recht im Raum keiner glauben.

„Ich hoffe in der Tat, dass die CDU nun endlich die Bebauungspläne ändert“, so Holger Meister (Bündnis Bösel). „Wir sind guter Dinge, dass wir das Problem an Theodor-Strom-Straße 11 noch lösen können“, sagte Heiko Thoben (CDU). Wie, dass ließ der Ratsherr aber offen. „Ihr seid von uns gewählt worden. Das solltet ihr nicht vergessen“, sagte Petra Oltmann.

Sitzung am Mittwoch

Magnus Oltmann rief alle Anwesenden dazu auf, genauso zahlreich zur Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch um 18 Uhr und der anschließenden Ratssitzung um 20 Uhr zu kommen. Dort wird nicht nur über die Nachverdichtung und die Veränderungssperre für das Baugebiet „Achtern Hoff“ entschieden, sondern auch über die Änderung verschiedener Bebauungspläne.

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