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NWZonline.de Region

Behörde bestätigt: MSC Zoe fuhr eine Abkürzung

12.01.2019

Bonn /Nordsee Die MSC Zoe hat auf ihrer Fahrt nach Bremerhaven vor den ostfriesischen Inseln die südliche Route genutzt. Auf Nachfrage der Nordwest-Zeitung NWZbestätigte die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn am Freitag entsprechende Berichte niederländischer Fischer.

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Diese hatten den Vorwurf geäußert, dass das 395 Meter lange Containerschiff trotz des Sturms eine Abkürzung, die so genannte „Terschelling German Bight“, gefahren war. Dieser Seefahrtsweg verläuft etwa 30 Kilometer vor den Inseln und ist zum Teil nur 17 Meter tief. Die 2015 gebaute MSC Zoe hat einen maximalen Tiefgang von 16 Metern. Laut Jens Kolvenbach von der Hafenlotsengesellschaft Bremerhaven hatte das Schiff bei der Ankunft in Bremerhaven einen Tiefgang von 12,7 Meter.

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Wegen der Nähe zum Nationalpark und der geringen Tiefe ist Tankern ab einer Bruttoraumzahl (BRZ) von 10.000 die Nutzung dieser Route untersagt. Die MSC Zoe hat eine BRZ von 192.000. Allerdings gibt es für Containerschiffe – egal welcher Größe und Beladung – keine Verpflichtung, den „German Bight Western Approach“ genannten Tiefwasserweg zu nutzen, der etwa 60 Kilometer vor den Inseln verläuft und im Durchschnitt 35 Meter tief ist.

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Bei Containerschiffen liege es in der Verantwortung des Kapitäns, einen „nautisch sicheren Weg“ zu wählen, so die Wasserstraßenverwaltung.

Die für Freitag geplante Bergung der ersten Container musste unterdessen verschoben werden.

Jörg Jung
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2084

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