BOOKHOLZBERG/OLDENBURG/ - BOOKHOLZBERG/OLDENBURG/WILDESHAUSEN/CBA/DPA - Bei den Ermittlungen gegen die Bookholzberger Schlachterei Schwarting, die das Fleisch verendeter und kranker Tiere verarbeitet haben soll, ist der Leiter des Veterinäramtes des Landkreises Oldenburg, Dr. Jochen Vahrenhorst, gestern ins Visier der Fahnder geraten. „Gegen ihn wurde Anzeige wegen des Verdachts der Vorteilsnahme erstattet“, bestätigte Dr. Frauke Wilken, Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Oldenburg. Vahrenhorst wird verdächtigt, von der verbotenen Verwendung des Fleisches in dem Betrieb gewusst, nichts unternommen und dafür Vorteile erhalten zu haben.
Vahrenhorst selbst zeigte sich von der Anzeige überrascht: „Ich weiß davon nichts, werde aber bei der Staatsanwaltschaft nachfragen, welche Vorwürfe erhoben werden“, sagte er gegenüber der NWZ . Auch Landrat Frank Eger wusste bis gestern Nachmittag nichts von den Ermittlungen und zeigte sich über die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft irritiert: „Das überrascht mich total, zumal ich als Dienstvorgesetzter erwartet hätte, noch vor den Medien über solche eine Sache informiert zu werden.“
Urheber der Anzeige, so Frauke Wilken, sei der Verein „Die Tierfreunde e.V.“ mit Sitz in Siegen. Dessen Vorsitzender Jürgen Foß sagte der NWZ : „Wir haben die Firma observiert und finden, dass Herr Vahrenhorst viel zu offensiv beteuert, dass alles in Ordnung ist. Dies reicht uns, das mal prüfen zu lassen.“ Beweise habe man jedoch nicht.
