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NWZonline.de Region

Bramsche Bei Osnabrück: 42 Bewohner und 7 Mitarbeiter von Altenheim infiziert

08.04.2020

Bramsche /Wildeshausen Trotz weiter sinkender Infektionszahlen in Niedersachsen belastet die Corona-Epidemie zunehmend die Altenheime. Nach 22 Todesfällen in einem Wolfsburger Heim sowie Dutzenden Infektionen in einem Heim in Wildeshausen (Kreis Oldenburg) wurden am Dienstag aus einem Altenheim in Bramsche (Kreis Osnabrück) 42 infizierte Bewohner gemeldet. 16 von kamen ins Krankenhaus, zwei sind inzwischen gestorben, wie der Landkreis Osnabrück mitteilte. Bei sieben der 91 Mitarbeiter war ein Test positiv. Der Gesundheitsdienst habe inzwischen strenge Auflagen für die Einrichtung erlassen. So wurde angeordnet, dass die infizierten Bewohner, die Kontaktpersonen und die gesunden Bewohner voneinander getrennt betreut werden müssen.

Das Gesundheitsministerium prüft unterdessen eine Erhöhung der Testfrequenz für das Personal von Alten- und Pflegeheimen, um diejenigen herauszufiltern, die trotz Infektion keine Krankheitssymptome verspüren. Der stellvertretenden Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, zufolge wird auch eine bessere Strukturierung der hausärztlichen Versorgung in Erwägung gezogen.

Bereits am Mittwoch vergangener Woche hatte das Heim in Bramsche gemeldet, dass ein Bewohner mit dem Coronavirus infiziert sei. Laut Landkreis hatte es dabei angegeben, umfangreiche Maßnahmen zur Hygiene und Isolation in der Wohngruppe umzusetzen. Am Samstag habe der Kreis allerdings einen Hinweis erhalten, dass es in dem Heim bereits mehr als 20 Menschen mit erhöhter Temperatur gebe und die hygienischen Zustände unzureichend seien. Eine Kontrolle bestätigte die Hinweise, woraufhin von den Bewohnern Abstriche gemacht und ins Labor geschickt wurden.

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Filiz Polat (Grüne), Bramscher Bundestagsabgeordnete, zeigte sich bestürzt über die Nachricht: „Ich möchte den Angehörigen der Verstorbenen meine tiefe Anteilnahme aussprechen. Den Erkrankten wünsche ich von Herzen schnelle Genesung. Mein besonderer Dank gilt dem medizinischen Personal, das sich in diesen Zeiten aufopferungsvoll um alle Erkrankten kümmert.“

Der Landkreis Osnabrück habe, so die Abgeordnete, konsequent gehandelt, nachdem erst durch einen externen Hinweisgeber und nicht durch den Träger selbst, das Ausmaß der Verbreitung des Corona-Virus im Pflegeheim deutlich wurde. Die schnelle Ausbreitung und ihre tödlichen Folgen zeigen, wie höchstsensibel und verwundbar diese Einrichtungen sind, so Polat.

Inzwischen überwache der Landkreis, ob die verhängten Auflagen auch beachtet werden. Das Personal werde geschult. Eine Evakuierung des Heimes sei im Moment nicht sinnvoll, hieß es.

In Niedersachsen waren jüngst in einem Wolfsburger Altenheim 22 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Land erließ daraufhin einen Aufnahmestopp für Pflegeheime.

In einem vom Coronavirus betroffenen Seniorenheim in Wildeshausen werden weiterhin 35 nachweislich infizierte Bewohnerinnen und Bewohner versorgt. Deshalb werde das Heim nicht geschlossen, sagte ein Sprecher des Landkreises Oldenburg. Er machte keine weiteren Angaben zu einer Strafanzeige, die der Kreis gegen die Heimleitung gestellt hatte. Es sei gegen eine eigens erteilte Auflage verstoßen worden, sagte Sprecher Oliver Galeotti. Alles weitere sei Gegenstand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. 13 nicht infizierte Heimbewohner waren schon vor Tagen ins Gästehaus des Berufsförderungswerkes Weser-Ems in Ganderkesee-Bookholzberg ausquartiert worden.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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