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Schiffskatastrophe in der Nordsee Emden wird als Nothafen für die „Fremantle Highway“ gehandelt

Zwei Schiffe der japanischen Reederei K-Line im Emder Außenhafen. Auch die havarierte „Fremantle Highway“ gehört zu deren Flotte.

Zwei Schiffe der japanischen Reederei K-Line im Emder Außenhafen. Auch die havarierte „Fremantle Highway“ gehört zu deren Flotte.

Karlheinz Krämer

Schiermonnikoog/Emden - Wohin mit dem Havaristen „Fremantle Highway“, wenn es an Bord nicht mehr brennt? Der Autotransporter, der am vergangenen Mittwoch vor der niederländischen Insel Ameland in Brand geraten war, soll, sobald das Feuer erloschen ist, in einen Hafen geschleppt werden. In einzelnen Medien werden Emden, Wilhelmshaven, Bremerhaven und Eemshaven als Optionen gehandelt. Spekulationen mit realistischem Hintergrund?

Der Autofrachter „Fremantle Highway“ liegt vor Anker in der Nordsee – zurzeit an einem temporären Standort, 16 Kilometer oberhalb von Schiermonnikoog und Ameland.

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Annette Birschel
Schiermonnikoog

Havarist ein Dauergast

Dörthe Schmitz, Sprecherin des Hafenbetreibers Niedersachsen Ports, sagte am Montag auf Anfrage dieser Redaktion: „Wir haben sowohl für Emden als auch für Wilhelmshaven keine Anfragen erhalten.“ Das Heft des Handelns liegt bei den Niederländern, in deren Hoheitsgewässern sich die Havarie zugetragen hat. Emden komme aus nautischen Gründen grundsätzlich infrage, war eine Einschätzung aus der hiesigen Hafenszene zu vernehmen. Die „Fremantle Highway“ der japanischen Reederei K-Line werde aber – in welchem Hafen auch immer – ein Dauergast sein, eventuell sogar für Jahre. Die Ladung müsse geborgen, das Schiff womöglich in Stücke geschnitten werden, wenn es als Totalverlust deklariert ist. „Glücklich wird mit diesem Schiff vermutlich kein Hafen“, mutmaßte ein Vertreter der Emder Hafenwirtschaft. Zumal auch geklärt sein muss, ob das Wrack auch später noch auseinanderbrechen oder sinken kann oder welche Schadstoffe möglicherweise austreten können.

Momentan liege die Entscheidungshoheit bei den Niederlanden, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums gegenüber dieser Redaktion. Eine Kontaktaufnahme in puncto eines möglichen deutschen Hafens habe es bisher nicht gegeben. „Alles andere wäre Spekulation.“

Hier verbrennen gerade über 3000 Autos: die „Fremantle Highway“ vor wenigen Tagen vor der niederländischen Küste. dpa

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Emden

Ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven, zuständig bei Unfällen im Bereich der Nord- und Ostsee, verwies ebenfalls darauf, dass die niederländischen zunächst auf die deutschen Behörden zukommen müssten. Eine Entscheidung für diesen oder jenen Hafen würde dann „je nach Situation“ getroffen werden müssen. Eine festgelegte Kriterienliste dafür gebe es nicht, denn: „Seeunglücke sind immer einzigartig.“

Neuer Liegeplatz

Inzwischen ist der brennende Frachter nach einem riskanten Transport entlang der niederländischen Wattenmeerinseln am Montag an seinem neuen vorläufigen Liegeplatz angelangt. Das teilte die Wasserbehörde mit. Zwei Schlepper hatten die „Fremantle Highway“ seit Sonntagabend nach Osten geschleppt – bis etwa 16 Kilometer im Norden der Inseln Schiermonnikoog und Ameland. 

Die „Fremantle Highway“ brennt rund 27 Kilometer vor der niederländischen Insel Ameland.

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