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NWZonline.de Region

260 PAG-Mitarbeiter aus der Region betroffen

15.02.2019

Bremen /Nordenham /Varel Der Produktionsstopp des Airbus A 380 trifft auch die Region. An den Standorten des Zulieferers Premium Aerotec (PAG) in Nordenham, Varel und Bremen sowie dem bayerischen Augsburg sind nach Angaben von PAG-Sprecherin Barbara Sagel 260 Mitarbeiter im A-380-Programm eingesetzt. Während Nordenham die Rumpfschalen und Varel Zerspanteile liefert, werden in Augsburg die Landeklappenträger und die vordere Flügelkante für die A 380 gefertigt.

Im Nordenhamer PAG-Werk sorgte die Nachricht des Produktionsstopps am Donnerstag für gedrückte Stimmung in der Belegschaft. Der Luftfahrtkonzern hatte im Januar 2001 auf dem Betriebsgelände in Einswarden damit begonnen, eigens für die A 380­ neue Produktionsstätten zu errichten. Kernstück war der Bau einer 207 Meter langen und 80 Meter breiten Halle. Ausgerüstet wurde sie mit hochmodernen Anlagen für die Profilbearbeitung, das Laserschweißen und die „Glare“-Fertigung, bei der ein Laminat-Material aus Aluminium und Glasfaserkleber zum Einsatz kommt. Die Investitionen bezifferte der damalige Standort-Chef Jürgen Nuske mit rund 180 Millionen Euro. Weil die Fluglinien aber kaum noch Bestellungen aufgaben, fuhr der Konzern die Jahresproduktion von zeitweise bis zu 30 Maschinen auf sechs Exemplare zurück.

Im Vareler Werk des Zulieferers Premium Aerotec (PAG) am Riesweg arbeiten insgesamt 1500 Beschäftigte, davon 90 Auszubildende und duale Studenten. Es ist ausgestattet mit einem der modernsten Maschinenparks Europas. In diesem werden hochkomplexe Zerspanteile sowie Dreh- und Frästeile aus Alu, Stahl und Titan für alle Baumuster der Airbus-Familie, den Militärtransporter A 400 M und den Eurofighter produziert.

Darüber hinaus ist der Standort Vorreiter im Bereich des 3D-Drucks: Als erster Flugzeugbauer weltweit startete Premium Aerotec in Varel im Januar 2016 eine Serienproduktion in der sogenannten additiven Fertigung für komplexe Bauteile aus Titan. Teile für den A 380 werden aber nicht im 3D-Druck produziert. Im angeschlossenen Aeropark nahm PAG zudem gemeinsam mit dem Autobauer Daimler und dem Technologieanbieter Eos eine Pilotanlage in Betrieb, mit der serienmäßig industrielle Aluminiumteile hergestellt werden sollen. In einer im April 2018 in Betrieb genommenen Montagelinie werden mit Unterstützung von Robotern und digitalen Elementen Tür- und Torrahmen für die Airbus-Typen A 321, A 330neo und A 350 gefertigt.

In Norddeutschland gibt es zudem insgesamt vier Airbus-Werke. Hamburg ist mit rund 16.000 Beschäftigten inklusive Leiharbeitern der größte deutsche Airbus-Standort, gefolgt von Bremen mit circa 3000, Stade mit rund 2000 Beschäftigten und Buxtehude mit rund 350 Mitarbeitern.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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