Den letzten Transport von hoch radioaktivem Müll aus Frankreich nach Gorleben haben insgesamt 20.415 Polizisten geschützt. Das waren 400 Beamte mehr als beim Castor-Transport 2010. In Deutschland habe man insgesamt 12.405 Beamte der Länderpolizei und 8.010 Bundespolizisten eingesetzt, sagte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Dienstag in Lüchow in einer Bilanz zum jüngsten Castor-Transport. Der Atomtransport war vom nordfranzösischen Valognes bis zur Ankunft im Zwischenlager Gorleben am Montagabend 125 Stunden unterwegs - länger als jeder Transport auf dieser Strecke zuvor. Schünemann beklagte die Aggressivität eines Teils der Demonstranten. An den Protesten hätten sich neben 8.000 friedlichen Castor-Gegnern etwa „450 Linksautonome beteiligt, die brutalst gegen die Polizei vorgegangen sind“, sagte er. Diese hätten Polizisten mit Molotowcocktails, Feuerwerkskörpern, Steinen oder mit Golfbällen mit eingedrehten Schrauben angegriffen. 133 Polizisten seien während des Einsatzes verletzt worden, davon 73 durch Würfe, Beschuss oder andere Einwirkungen von Störern.