CELLE - Im Prozess gegen einen mutmaßlichen El-Kaida-Unterstützer hat die Verteidigung Freispruch für den Angeklagten gefordert. Sein Anwalt sagte am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Celle, lediglich Reden und Links dazu ins Internet zu stellen, beweise noch nicht, dass der Angeklagte für Terrorgruppen geworben habe. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37 Jahre alten Iraker aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück vor, Hassbotschaften von El-Kaida-Rädelsführern in allgemein zugänglichen Internet-Chatrooms verbreitet zu haben. Darin sollen unter anderem Osama bin Laden und Ayman al-Zawahiri zum Dschihad (Heiligen Krieg) aufrufen. Die Anklage hatte drei Jahre und zehn Monate Haft gefordert.