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NWZonline.de Region

Das sind die „Oldenburger des Jahres 2016“

25.05.2016

Oldenburg Große Ehre für große Leistungen: Vor rund 80 geladenen Gästen wurden die Ärztin Dr. Nicole Gorris-Vollmer und der Rotkreuzmann Patrick Bloem für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Titel „Oldenburger des Jahres 2016“ geehrt.

Mehr als 1000 Leserinnen und Leser haben sich an der Ehrenamtlichen-Aktion der NWZ und der Volksbeteiligt beteiligt. Insgesamt acht Ehrenamtliche kamen in die engere Auswahl, die dann noch mal von einer Jury bewertet wurde. Hier stellen wir Ihnen die Sieger in in einem Porträt vor.

Dr. Nicole Gorris-Vollmer: Kinder satt machen und heilen

Angefangen hat es mit einer Patenschaft. Damit hat die Oldenburger Allgemeinmedizinerin Dr. Nicole Gorris-Vollmer einer jungen Frau in Sierra Leone das Medizinstudium finanziert, deren Familie durch den Bürgerkrieg alles verloren hatte. Seit vielen Jahren finanziert sie seitdem – inzwischen mit Hilfe von vielen Unterstützern aus Oldenburg – die Schulkantine der Grassfield-Grundschule in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, „damit alle 120 Kinder jeden Tag ein warmes Essen bekommen“.

Bis heute läuft die Grundschulkantine durch die Unterstützung ihrer Gemeinde St. Marien. Nicole Gorris-Vollmer ist auch Musikerin (Querflöte) bei den großen Benefizkonzerten in St. Marien oder St. Christophorus, um den Schulbetrieb in Freetown zu finanzieren. Über 11 000 Euro kommen jedes Jahr zusammen, um den Betrieb zu sichern. Sie sagt: „Das ist eine tolle Gemeinde.“ Dr. Nicole Gorris-Vollmer gehört auch zu den Trägern des Projekts „Hilfe direkt – Oldenburg Sierra-Leone“, das – vorangetrieben von Gisela Bednarek – erfolgreich eine Gesundheitsstation in Bo aufgebaut hat.

Alle Oldenburger Krankenhäuser engagieren sich dafür. Regelmäßig geht sie ehrenamtlich dorthin, um den Menschen zu helfen:  Sie kämpft gegen Malaria, Parasiten, Würmer, versorgt Wunden, heilt Knochenbrüche, begleitet Patienten mit Epilepsie und hilft, Kinder gesund zur Welt zu bringen – überall dort, wo sie gebraucht wird.

Patrick Bloem: Großer Einsatz für Verletzte

Schon mit neun Jahren ist Patrick Bloem (26) ins Deutsche Rote Kreuz eingetreten, zunächst ins Jugendrotkreuz in seiner alten Heimat in Ostfriesland, im Landkreis Leer. Er ist über all die Jahre dem DRK treu geblieben und engagiert sich dort noch immer praktisch täglich für die Arbeit des Roten Kreuzes – heute zusätzlich zu seinem Beruf als IT- und Informatik-Fachmann mit 10 bis 15 Stunden in jede Woche, manchmal auch länger.

Der Oldenburger sagt über sein Motiv: „Ich wollte in Notsituationen mehr helfen können, als man es sonst als normaler Bürger kann. Außerdem ist es neben der PC-Arbeit auch ein sozialer Ausgleich.“ Dazu beigetragen und bestärkt haben ihn schlimme Unfälle im Straßenverkehr. Da hat er gemerkt, wie gut es ist, wenn schnell jemand zur Stelle ist, der helfen kann, bis der Arzt da ist. Patrick Bloem leitet beim DRK den Bereitschaftsdienst der Ehrenamtlichen und engagiert sich im Katastrophenschutz – in der Bereitschaftsleitung gemeinsam mit Sascha Liedhegener, der ebenfalls vorgestellt worden ist.

Man kann ihn und seine Mithelfer überall in der Stadt treffen, wo Hilfe gebraucht wird, auch bei allen Großveranstaltungen – vom „Fasching um den Ring“ in Ganderkesee über die Absicherung der sommerlichen Inliner-Läufe mit tausenden Teilnehmern bis zum Kramermarkt. „Mir macht das Spaß – und gerne zu helfen, ist auch eine Lebenseinstellung“, sagt Bloem.

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