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NWZonline.de Region

Delmenhorsterin an sexuellem Missbrauch von Tochter beteiligt

19.09.2019

Delmenhorst /Oldenburg Im Prozess vor der Großen Jugendkammer des Oldenburger Landgerichtes gegen die 41 Jahre alte Mutter aus Delmenhorst, die sich am sexuellen Missbrauch ihrer neunjährigen Tochter beteiligt und die Taten nicht verhindert hatte, ist die Angeklagte am Mittwoch zu sechzehn Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldauflage von 1500 Euro zugunsten des Kinderschutzbundes verurteilt worden. Gegen den Lebensgefährten (52) der Angeklagten als Haupt-Missbrauchstäter verhängte die Kammer zwei Jahre Haft auf Bewährung. Er hat 2500 Euro an den Kinderschutzbund zu zahlen.

Die 41-Jährige wusste von den Taten ihres Lebensgefährten. Ihre Tochter hatte es ihr erzählt und sich darüber beschwert. Doch statt das Unfassbare zu verhindern und zu handeln, beteiligte sich die Mutter am Missbrauch. Nackt posierte sie mit ihrer entkleideten Tochter vor der Kamera ihres Lebensgefährten. Der stellte die Fotos später ins Netz. Die Neunjährige soll schockiert gewesen sein, als ihr klar wurde, dass sie von ihrer Mutter nicht nur keine Hilfe zu erwarten hat, sondern diese sich auch noch am Missbrauch beteiligt.

Das Mädchen zeigte wenig später ein selbstverletzendes Verhalten und wurde in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Der Vorsitzende Richter Dr. Dirk Reuter sprach von einer tiefen moralischen Schuld der Mutter. Die Schuld hatte weitere Konsequenzen. Die Frau hat drei Kinder. Alle drei sind ihr genommen worden. Da sie nicht einschritt und durch ihr Mittun konnte ihr Lebensgefährte ihre Tochter über einen längeren Zeitraum sexuell missbrauchen. Ihm kam zugute, dass nur sexuelle Berührungen nachgewiesen werden konnten, nicht aber die angeklagte Vergewaltigung.

Und weil nicht festgestellt werden konnte, dass der 52-Jährige schon zum Zeitpunkt der Anfertigung der Nacktfotos vorhatte, diese auch im Internet zu verbreiten, konnte er auch nicht noch zusätzlich wegen Verbreitens kinderpornografischer Bilder schuldig gesprochen werden.

Positiv sprach für die Angeklagten, dass sie ein Geständnis abgelegt und damit dem gepeinigten Mädchen eine Vernehmung vor Gericht erspart hatten. Auch dass die Taten sechs Jahre zurückliegen, wovon zwei Jahre von der Justiz verschuldet sind, musste sich strafmindernd auswirken.

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