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NWZonline.de Region

Antikriegsveranstaltung: DGB lädt Politikerin nach Israel-Interview aus

13.08.2014

Oldenburg Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann ist wegen eines israelfreundlichen Interviews von einer Antikriegs-Veranstaltung des DGB im Emsland ausgeladen worden. Sie hatte zu einem israelischen Angriff auf eine UN-Schule im Gazastreifen gesagt: „Jeder Tote ist zu viel. Aber seit 2006 wird Israel beschossen und hat ein Recht auf Selbstverteidigung.“ Die Hamas nutze Schulen und Altenheime als Raketenlager und missbrauche Frauen und Kinder als Schutzschilde. Die CDU-Politikerin aus Leer hatte aber auch gesagt, es gebe Gründe für Kritik an Israel.

Die Geschäftsführerin für die DGB-Region Oldenburg-Ostfriesland, Dorothee Jürgensen, sagte am Dienstag, Connemanns Äußerungen seien von den Gewerkschaften im Kreisverband sehr konträr diskutiert worden. Die Bundestagsabgeordnete war als Hauptrednerin zu einer DGB-Veranstaltung am Antikriegstag am 7. September in Esterwegen eingeladen gewesen - dort gibt es am Ort des früheren NS-Konzentrationslagers seit 2011 eine Gedenkstätte. „Wir haben uns für die Ausladung von Frau Connemann entschieden, weil wir diese Diskussion in Esterwegen nicht während der Rede haben wollten“, sagte die DGB-Geschäftsführerin. Die Politikerin selbst oder ihr Büro waren wegen Urlaubs am Dienstag nicht zu erreichen.

Das Interview mit der Papenburger „Ems-Zeitung“ hätten die örtlichen Gewerkschaften als „zu heikel“ für die Antikriegsveranstaltung empfunden, sagte Jürgensen. Man habe Angst gehabt, dass konträre Diskussionen die Gedenkveranstaltung negativ belasten könnten. „Vielleicht haben wir das falsch eingeschätzt“, sagte sie auch mit Blick auf die Reaktionen.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Michael Fürst, zeigte sich in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ empört über die Ausladung Connemanns. Die DGB-Entscheidung zeuge von mangelndem Respekt. „Ich fordere den DGB auf, die Entscheidung sofort aufzuheben und Frau Connemann bei der Veranstaltung am 7. September reden zu lassen“, sagte Fürst.

Die Auseinandersetzung um die Ausladung mache sie sehr betroffen, sagte Jürgensen, auch die persönlichen Angriffe auf sie. Sie suche sowohl das persönliche Gespräch mit Connemann als auch mit dem jüdischen Landesverband.

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