Oldenburg - Spannende Gespräche zum Thema Diversität in Unternehmen gab es am Donnerstag, 23. Mai, im Verlagshaus der Nordwest Mediengruppe in Oldenburg bei der ersten öffentlichen Veranstaltung des Netzwerks „Frauen für Diversität im Nordwesten“. Unter dem Namen „Innovation fordern. Vielfalt fördern“ ging es um die Arbeitswelt von morgen und wieso Vielfalt dabei eine wichtige Rolle spielt.

Rund 100 Gäste aus der regionalen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung waren vor Ort dabei und wurden zu Beginn der Veranstaltung von Dr. Stephanie Abke, Managerin der EWE Stiftung, und Stephanie von Unruh, Geschäftsführerin der Nordwest Mediengruppe, begrüßt. Robert Franken, Berater für Digitalisierung und Diversität, trat als Impulsgeber auf. In seinem Vortrag ordnete der Unternehmer ein, welche Faktoren neben der Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen eine wichtige Rolle spielen sollten, wenn es um das Thema Diversity geht. Er erklärte außerdem, warum sich jeder Mensch auf eine Lernreise begeben sollte, um andere Identitäten und Perspektiven besser nachvollziehen zu können – und wie diese Reise aussehen kann.

Auf dem Podium tauschten sich anschließend Unternehmensvertreter und -vertreterinnen unter der Moderation von Dr. Anette Koch-Wegener, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Büfa, aus. Die Podiumsgäste waren Tanja-Vera Asmussen, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Landessparkasse zu Oldenburg, Mirja Viertelhaus-Koschig, Vorstandsvorsitzende der Vierol AG, sowie Stefan Dohler und Vera Weidemann aus dem Vorstand der EWE AG.

Interview
Vielen Frauen wird vorgeworfen, sie seien nicht ambitioniert. Diversity-Experte Robert Franken sagt aber, es fehlen oft die Rahmenbedingungen für weibliche Führungskräfte.

DIVERSITY-BERATER IN OLDENBURG „Frauen sind nicht weniger ambitioniert“

Maike Schwinum

Bei der Podiumsdiskussion ging es auch um die persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen der Teilnehmenden. So erzählte Tanja-Vera Asmussen beispielsweise über ihre eigenen Erfahrungen als einzige Frau in einem rein männlichen Vorstand und zog das Fazit: „Die Quoten-Frau zu sein, ist nicht immer einfach.“

Zudem wurden wichtige Fragen diskutiert wie etwa: Vor welchen Herausforderungen steht der Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn er konkurrenzfähig bleiben will? Welche Rolle spielt Vielfalt in erfolgreichen Unternehmen? Wie gelingt uns allen mehr Chancengerechtigkeit? Und was bedeutet das für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft?

Eine Zusammenfassung und Verabschiedung gab es dann von Christina Sontheim-Leven, ehemalige Personalvorständin der CEWE-Gruppe, und Marion Rövekamp, ehemalige Vorständin der EWE AG und Mitglied im Aufsichtsrat der Stromnetz Hamburg GmbH.

Teil des Netzwerks werden

Das regionale Netzwerk „Frauen für Diversität im Nordwesten“ setzt sich dafür ein, vielfältige Sichtweisen und Qualifikationen zu fördern, um kreative Lösungen für Herausforderungen wie Energiewende, Digitalisierung und Klimawandel zu finden. Wer Teil des Netzwerks werden möchte, kann sich per E-Mail melden unter feedback@nwzmedien.de.

Maike Schwinum
Maike Schwinum Thementeam Soziales