DöRVERDEN - DÖRVERDEN/DDP - Der Heisenhof in Dörverden darf nicht länger von Rechtsextremisten genutzt werden. Eine entsprechende Räumungsanordnung des Landkreises Verden hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am Freitag bestätigt. Zuvor hatten der Landkreis und die Gemeinde Dörverden seit Monaten versucht zu verhindern, dass sich die Neonazis auf dem Heisenhof niederlassen.
Das Gelände war von dem wegen Volksverhetzung verurteilten Hamburger Anwalt Jürgen Rieger ersteigert worden. Deshalb wurde befürchtet, dass der Heisenhof zum Ausgangspunkt für rechtsextremistische Aktivitäten werden könnte. Das Gericht entschied jetzt, dass für eine Nutzung der ehemaligen Bundeswehr-Gebäude eine Baugenehmigung fehle. Damit bestätigten die Lüneburger Richter Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Stade.
Die in London ansässige „Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation“ hatte das Gelände im vergangenen Jahr gekauft. Rieger, den der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft, war dabei als Vermittler aufgetreten. Nach seinen Ankündigungen sollte auf dem Heisenhof eine Einrichtung zur „Fruchtbarkeitsforschung“ entstehen.
