EIDERSTEDT - Für die Friesensportler aus Oldenburg und Ostfriesland geht es am Wochenende in Schleswig-Holstein um Titel und Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften. Auf der Nordsee-Halbinsel Eiderstedt wollen die Starter des Friesischen Klootschießerverbands ihre Erfolge von den Deutschen Meisterschaften in Nordhorn 2011 wiederholen. Seinerzeit gingen 14 der 16 Einzeltitel an Starter des FKV. Bei den Mannschaftswertungen schafften es nur die Standkämpfer der Männer aus Schleswig-Holstein die Phalanx der Oldenburger und Ostfriesen zu brechen. Die übrigen 15 Titel sicherten sich die Friesensportler des FKV.
Entsprechend hoch sind die Ziele, die sich die Verantwortlichen des FKV für die Wettbewerbe in Schleswig-Holstein gesteckt haben. 'Wenn wir Samstagabend in den Bus steigen, will ich alle Medaillen dabei haben', sagt Boßelobmann Reiner Berends über seine Vorstellung, wie die Straßenwettkämpfe verlaufen sollen. In Nordhorn hatte dies nicht ganz geklappt. Vier der 24 möglichen Einzelmedaillen gingen an Starter aus Nordhorn und Schleswig-Holstein. Die Strecke in Vollerwiek beschreibt Berends als schmal und rund. 'Das ist ein etwas breiterer Fahrradweg', sagt er über die Straße direkt am Deich. 'Unsere Boßler können alle geradeaus werfen', weiß Berends, worauf es auf dieser Strecke ankommt. Er sieht die Mannschaft des FKV für die Wettbewerbe entlang des Deichs gut gerüstet.
Doch bevor es am Sonnabend auf der Straße um Edelmetall geht, stehen am Freitag die Entscheidungen im Feldkampf mit der Hollandkugel und dem Standkampf mit dem Kloot auf dem Programm. Auf dem Sportplatz in Simonsberg werden die neuen Deutschen Meister mit dem Kloot ermittelt. Hier treffen die FKV-Starter auf die teilweise harte Konkurrenz aus Schleswig-Holstein. Bei den Männern schob sich das Team des VSHB in der Mannschaftswertung sogar an den Oldenburgern und Ostfriesen vorbei auf Rang eins. Bei den Frauen siegte die Schleswig-Holsteinerin Ute Uhrbrook vor den Werferinnen des FKV. Vor eigenem Publikum werden die Gastgeber sicher versuchen ihr Ergebnis noch zu verbessern.
Am Freitagnachmittag gehen dann die Feldkämpfer an den Start. In Kaltenhörn gelten die Hollandkugel-Spezialisten des FKV als Favoriten. Allerdings haben auch in dieser Disziplin die Schleswig-Holsteiner schon mehrfach bewiesen, dass sie zumindest einzelne Werfer haben, die mit den FKV-Startern mithalten können.
Die Zielsetzung bei den Oldenburgern und Ostfriesen für die Meisterschaften ist jedoch klar. Sie wollen die Dominanz der vergangenen Jahre auch diesmal wieder unter Beweis stellen. Nun gilt es den Medaillenregen der Titelkämpfe in Nordhorn zu wiederholen.
