EMS-JADE - Zum 19. Mal haben Absolventen zum Abschluss von 'Musealog' ihre Zertifikate entgegengenommen. In den vergangenen acht Monaten bildeten sich die 20 Teilnehmer an zehn Museen im Emsland, in Ostfriesland und dem Oldenburger Land zu Fachreferenten für Sammlungsmanagement und Qualitätsstandards in Museen weiter. Acht Teilnehmer des aktuellen Kurses haben schon einen neuen Arbeitsvertrag in Händen oder unterzeichnen diesen in den nächsten Tagen. In den vergangenen Jahren konnten innerhalb der ersten sechs Monate nach Kursende über 70 Prozent der Teilnehmer eine neue Beschäftigung aufnehmen.

Bereits vor Ende des aktuellen Kurses verfügen 40 Prozent der Teilnehmer über eine neue Beschäftigung. Mehrere Teilnehmer sind zudem zu Bewerbungsgesprächen in den kommenden Tagen eingeladen. Grundlage dieses Erfolges ist die enge Verzahnung von praktischer Weiterbildung mit theoretischer Schulung. Gefördert durch die Agenturen für Arbeit und Jobcenter aus dem gesamten Bundesgebiet begeben sich die arbeitssuchenden Kulturwissenschaftler für acht Monate in den Nordwesten Niedersachsens. An zehn Museen, darunter das Emsland Moormuseum, sammeln sie hier praktische Erfahrungen in der Museumsarbeit. Zugleich setzen sie sich theoretisch mit Fragen der Sammlungsdokumentation und des Ausstellungsmanagements auseinander und werden in museumsrelevanten Computerprogrammen geschult.

Die Herkunftsregionen der Teilnehmer im aktuellen Kurs lagen zwischen Regensburg und Berlin. Auf der Abschlusspräsentation berichteten vier von ihnen von ihren Erfahrungen und Projekten. Zum Abschluss zeigte beispielsweise Jörge Bellin, Kunsthistoriker aus Berlin, den hohen Restaurierungsbedarf des Edo-Wiemken-Denkmal in der Stadtkirche Jever auf, den er in einem umfangreichen Schadensbericht dokumentiert hat.


Für den neuen Kurs von 'Musealog', der zum 4. Februar startet, sind noch Plätze frei. Interessenten wenden sich an Dirk Heisig.