EMS-JADE - Durch die Umwidmung von Flächen geht der Landwirtschaft in Niedersachsen nach Angaben des Landesbauernverbandes jede Woche die Fläche eines durchschnittlichen Betriebes verloren. Pro Jahr würden rechnerisch so 52 Höfe ihre Wirtschaftsgrundlage verlieren, sagte der Umweltreferent des Verbandes, Hartmut Schlepps, in Hannover: 'Das ist eindeutig zu viel.' Den Angaben nach wurden 2012 in Niedersachsen täglich 9,9 Hektar landwirtschaftlich genutzter oder naturbelassener Fläche zu Siedlungs- oder Verkehrsfläche umgewidmet. Dies entspreche zehn Fußballfeldern.
Der Flächenverbrauch gehe zwar zurück und sei im Vergleich zu 2007 konstant geblieben, zitiert der Bauernverband Zahlen des Landesbetriebes für Statistik. Ende des Jahres wurden demnach etwa 13,8 Prozent der Fläche Niedersachsens als Siedlungs- und Verkehrsfläche ausgewiesen. Dazu zählten neben bebauten Flächen zwar auch Sport- und Grünanlagen oder Friedhöfe. Für die Landwirtschaft seien diese Flächen jedoch meistens verloren. 'Für die Landwirte sind vor allem Grünland und Ackerflächen interessant, auf denen sie ohne große Auflagen intensiv wirtschaften können', so Schlepps.
