Frage:
Herr Dr. Wenck, im Pius-Stift Cloppenburg werden die Senioren mit der sogenannten Wii-Spielekonsole fit gehalten. Auch in anderen Altenheimen gibt es dieses Angebot. Was halten Sie davon?Wenck:
Ich finde die Idee sehr gut. Die Konsole trägt dazu bei, die Beweglichkeit zu erhalten und zu schulen. Außerdem wird die Koordination geschult und die geistige Flexibilität gefördert, da die Senioren Bilder in Handlung umsetzen müssen. Wie jedes Gehirntraining kann das Bowling auf der Wii-Konsole auch Demenz-Erkrankungen günstig beeinflussen.Frage:
Ist die Wii-Spielekonsole denn für alle Senioren geeignet?Wenck:
Es kommt natürlich auf den Einzelfall an. Bei rüstigen Senioren, die die Spielregeln kennen, sehe ich da keine Probleme. Es kommt allerdings auch auf das jeweilige Spiel an. Das Bowling ist dafür gut geeignet. Andere Spiele sind dagegen viel komplizierter im Aufbau. Außerdem gibt es unter Umständen Handlungsabläufe, die die Gesundheit der Senioren beeinträchtigen könnten, etwa plötzliche Bewegungen über die Schulter. So etwas kann die Gelenke beschädigen.Frage:
Wie beurteilen Sie denn die Zukunft von derartigen Angeboten für Senioren?Wenck:
Ich denke, dass es bei älteren Menschen einen großen Markt für solche moderne Technologien gibt. Gerade Menschen, die sich nicht mehr so gut bewegen können, profitieren davon. Zum Beispiel beim Bowling: Die Senioren können nicht mehr selber kegeln gehen, also kommt die Kegelbahn zu ihnen.thema: Spielekonsole hält Senioren fit
Dr. Matthias Wenck, Facharzt für
Allgemeinmedizin in Cloppenburg
