Isums/Friedeburg/Dornum - Dauerregen, Temperaturen unter 20 Grad, Wind – bei diesem Wetter ist wohl vielen eher nach einem gemütlichen Tag auf dem Sofa zumute als nach Schwimmen unter freiem Himmel. Das merken auch die Freibäder in der Region. Die Besucherzahlen sind eingebrochen.

Obwohl das Meerwasserfreibad in Dornumersiel sogar beheizt ist, merkt man auch hier das schlechte Wetter. Ein finanzielles Problem stellt das für die Tourismus GmbH jedoch nicht da. „Das Dornumersieler Freibad ist mit der Dornumer NordseeCard für die Gäste kostenlos. Das heißt, wir erzielen sowieso kaum Einnahmen und finanzieren den Betrieb aus dem Gästebeitrag“, sagt Rolf Kopper, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Dornum. Für die Gäste mit der Dornumer NordseeCard sei so auch ein Kurzbesuch möglich. „Man muss nicht lange im Freibad bleiben, um den Eintrittspreis ,abgearbeitet‘ zu bekommen“, erklärt er. Geöffnet bleibt das Freibad bis 24. September, immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Allerdings gelten diese Zeiten nur, solange niemand aus dem Team erkrankt. Denn aufgrund des Personalmangels gibt es keinen Ersatz bei krankheitsbedingten Ausfällen.

Im Waldfreibad Friedeburg wurden seit Saisonbeginn am 12. Juni 5000 Besucher gezählt. „Normalerweise wäre jetzt die stärkste Zeit“, sagt Tobias Zunker, Fachdienstleiter Sport bei der Gemeinde Friedeburg. Er hofft, dass dieses Jahr noch besser ausfällt als 2020. Damals war die Saison coronabedingt kürzer. 5555 Menschen hatten das Waldfreibad besucht. Wegen des schlechten Wetters wurden zuletzt die Öffnungszeiten gekürzt. Statt bis 19 Uhr ist das Bad „im Grunde jeden Tag“ nur bis 13 Uhr geöffnet. Die Saison früher als geplant zu beenden, kommt laut Zunker nicht infrage. Sie soll bis zum Spätsommer-Vergnügen am 23. September gehen.

Das Freizeit- und Erlebnisbad Isums startete mit sehr starken Besucherzahlen in die Freibadsaison. Das gute Wetter im Juni brachten das „Leistungs- und Fassungsvermögen des Bades zum Teil an seine Grenze“, erklärt Meino Schrage, Fachdienstleiter Generationen, Sport und Kultur bei der Stadt Wittmund. Der viele Regen ab Juli habe diesen Lauf abrupt gestoppt. Dennoch war das Bad an jedem Tag geöffnet, teilweise wurde wetterbedingt frühzeitig geschlossen. Insbesondere Frühschwimmer hätten das Angebot noch regelmäßig genutzt. „Wirtschaftliche Risiken wegen des anhaltend schlechten Wetters bestehen nicht“, erklärt Schrage. Man würde ohnehin immer sehr vorsichtig kalkulieren. Ein festes Datum für das Saisonende gibt es noch nicht.