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NWZonline.de Region

Karl-Heinz Bley zieht in den Landtag ein

16.10.2017

Friesoythe /Barßel /Bösel /Garrel /Saterland /Wildeshausen 45,8 Prozent klingt auf den ersten Blick wie ein souveränes Wahlergebnis. Doch wenn man bedenkt, dass die CDU im Vergleich zur Landtagswahl 2013 in ihrer Hochburg 3,1 Prozent verloren hat und im Vergleich zur Wahl 2008 sogar über zehn Prozent, dann sind die Christdemokraten die großen Verlierer im Wahlkreis 66 (Cloppenburg-Nord). Beim CDU-Direktkandidaten fielen die Verluste im Vergleich zu 2013 noch größer aus. Karl-Heinz Bley aus Garrel kam auf 48,1 Prozent der Erststimmen und verlor damit 7,3 Prozent.

„Damit kann man natürlich nicht zufrieden sein, muss man aber akzeptieren“, sagte Bley. Die Verluste seien aber keine Besonderheit des Wahlkreises. Er selbst bedaure zwar, dass er als Direktkandidat die 50 Prozent verpasst habe, aber sein Ergebnis sei zweitrangig. Die CDU sei angetreten, um Rot-Grün abzulösen, „und das haben wir vermutlich geschafft“, so der Garreler am Sonntagabend.

Jetzt müsse an erster Stelle stehen, was das Wichtigste für das Land sei. Deshalb sei es wichtig, dass die Parteien mit der größten Schnittmenge regieren sollten. Bley könne sich da eine große Koalition ebenso vorstellen wie eine Jamaika-Koalition (CDU/FDP/Grüne).

Die SPD ist im Wahlkreis 66 die klare Gewinnerin. 28,4 Prozent konnten die Sozialdemokraten auf sich vereinen. Das macht ein stattliches Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zur letzten Landtagswahl. Und auch die SPD-Direktkandidatin Renate Geuter aus Markhausen konnte um 2,8 auf 29,4 Prozent zulegen. „Das Ergebnis ist klasse. Auch mit dem Plus an Erststimmen bin ich sehr zufrieden“, sagt Geuter. Doch das gute Ergebnis der SPD im Land hat für sie persönlich wohl negative Folgen.

Da die SPD mehr Direktmandate gewonnen hat, ist es fraglich, ob Geuter noch über die Landesliste in den Landtag einziehen kann. „Das sieht eher schlecht aus. Man kann es zwar noch nicht genau sagen, aber für mich wird es wahrscheinlich nicht reichen“, sagt die Markhauserin. Auf Landesebene sieht sie dem Wahlergebnis aber sehr positiv entgegen. „Wir haben den klaren Regierungsauftrag und müssen uns nun auf schwierige Koalitionsgespräche einstellen“, so Geuter.

Deutlich an Zustimmung verloren hat die FDP. Diesmal reichte es nur zu 9,0 Prozent. 2013 waren es noch 13,5 Prozent. Direktkandidat Marko Bahr kam auf 8,0 Prozent. Der Wildeshauser kommentierte das Ergebnis so: „Als Newcomer bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Angesichts des kurzen Wahlkampfs war nicht mehr zu machen.“ Und: „Wir haben die Wahl zwar nicht gewonnen, aber vielleicht den ein oder anderen Wähler.“

Ins Niemandsland gerutscht ist Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei schaffte es auf 5,6 Prozent und verlor damit 3,1 Prozent im Vergleich zur Wahl 2013. Beim Direktkandidaten Hans-Joachim Janßen fällt das Ergebnis nicht viel besser aus. Er erreichte 5,4 Prozent (minus 1,6 Prozent). Bei der letzten Wahl rückte der Mann aus Jade noch über die Liste in den Landtag. Das ist dieses Mal nicht nur eher unwahrscheinlich, „nein, es ist sicher, dass ich nicht wieder im Landtag sitzen werde. Das bedaure ich natürlich sehr – ich hätte gerne weiter mitgestaltet. Ich hätte mir auch mehr Erststimmen erhofft“, sagt Janßen.

Aus dem Stand heraus 6,1 Prozent schaffte die AfD – und ist damit der größte Stimmengewinner im Wahlkreis. Ein ähnliches Ergebnis strich auch der Direktkandidat Pa­trick Scheelje aus Wildeshausen ein (6,0 Prozent). Er hatte sich jedoch mehr Stimmen erhofft. „Ich kann mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein.“ Die Presse habe sicherlich ihren Beitrag dazu geleistet, dass das Wählervertrauen in die Partei gelitten habe, so Scheelje. Speziell die (bundesweite) Berichterstattung über die AfD in den vergangenen drei Wochen kritisierte er. „Ich bin sehr stolz darauf, dass die AfD in viereinhalb Jahren in 14 Landtage eingezogen ist“, betonte Scheelje und sprach jedem Unterstützer und Wähler seiner Partei einen großen Dank aus.

Keine Rolle in Cloppenburg-Nord spielt die Partei „Die Linke“. Sie erreichte nur 3,2 Prozent. Und auch ihr Direktkandidat Martin Menzen aus Friesoythe konnte nur 3,1 Prozent auf sich vereinen. „Mit meinem Erststimmenergebnis bin ich sehr zufrieden. Ungefähr die Zahl an Stimmen hatte ich mir erhofft. Doch das Gesamtergebnis der Linken ist schon sehr enttäuschend. Da wird noch viel Arbeit auf uns zukommen“, so Martin Menzen.

 Der Wahlkreis 66 (Cloppenburg-Nord) setzt sich zusammen aus den Städten Friesoythe und Wildeshausen sowie aus den Gemeinden Barßel, Bösel, Garrel, Großenkneten und Saterland.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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