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NWZonline.de Region

So bereiten sich Angehörige auf den Mega-Prozess vor

18.09.2018

Ganderkesee /Delmenhorst /Oldenburg Mehr als 70 Angehörige von mutmaßlichen Opfern des Krankenhausmörders Niels Högel haben sich jetzt bei einem gemeinsamen Treffen auf den bevorstehenden Prozess vorbereitet. Das Gespräch fand am Wochenende hinter verschlossenen Türen im Rathaus Ganderkesee statt. Das teilte am Montag Christian Marbach mit, der nach eigenen Angaben auch während des Mordprozesses gegen Högel als Sprecher der Angehörigen auftreten wird. Marbachs Großvater war eines der Opfer von Högel.

Lesen Sie auch: 99. Mordanklage gegen Niels Högel

Laut Marbach ging es bei der Veranstaltung vor allem darum, die als Nebenkläger auftretenden Angehörigen über den Ablauf des Prozesses aufzuklären, der am 30. Oktober in der Oldenburger Weser-Ems-Halle beginnen wird. Die Juristinnen Gaby Lübben und Hanna Hövemann hätten den Angehörigen aber auch „viel emotionalen Zuspruch“ gespendet, so Marbach, etwa mit dem Satz „Wir schaffen das alle gemeinsam!“

Dass das Treffen nicht in Delmenhorst stattfand, wo Högel nach den Ermittlungsergebnissen der Soko „Kardio“ mindestens 70 Menschen getötet haben soll, ist laut Marbach kein Zufall: „Wir müssen leider weiterhin feststellen, dass der Oberbürgermeister, viele Ratsmitglieder und das Klinikum Delmenhorst gegen unsere Gefühle und Interessen agieren.“

Während des Prozesses sollen die Nebenkläger „intensive Betreuung“ durch die Opferhilfe-Organisation Weißer Ring erfahren, so Marbach. Högel muss sich wegen Mordes in 99 Fällen vor Gericht verantworten.

Ausführliches Multimedia-Spezial über die Klinikmorde: Der Fall Högel.

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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Delmenhorst | Klinikum Delmenhorst | Weißer Ring

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