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NWZonline.de Region

Brammer hat mit 222 Stimmen Nase vorn

16.10.2017

Ganderkesee /Landkreis Selten verlief ein Wahlabend so spannend: Bei der Vergabe des Direktmandats im Wahlkreis 64 (Oldenburg-Land) lieferten sich Anne-Marie Glowienka (CDU) und Axel Brammer (SPD) am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Um 20.11 Uhr stand fest: Brammer holt erstmals den Wahlkreis direkt – mit einer hauchdünnen Mehrheit von 222 Stimmen.

„Nein, davon war ich an diesem Abend lange Zeit nicht überzeugt. Schließlich habe ich 2008 und 2013 zweimal verloren“, gab Brammer zu. Die Erleichterung über den Wahlsieg war ihm nun umso mehr anzusehen. Gestartet war der SPD-Abend im Kirchhatter Schützenhof als Dankeschön für die zahlreichen Wahlhelfer. „Jetzt machen wir eine Wahlparty draus“, entschied der Direktgewählte spontan.

Eine Achterbahnfahrt

Für die Beobachter bei der Kreiswahlleitung im Wildeshauser Kreishaus verlief die Auszählung wie eine Achterbahnfahrt. Als erstes Stimmlokal hatte Harbern II (Gemeinde Wardenburg) ausgezählt. Punkt 18.16 Uhr ging das Ergebnis beim Kreiswahlleiter ein: 45,69 Prozent für Glowienka. Die CDU-Politikerin hatte zeitweise einen Vorsprung von zwölf Punkten gegenüber ihrem Kontrahenten – was auch daran lag, dass zunächst die kleinen Stimmbezirke auf dem Lande ihre Ergebnisse meldeten.

Im Lauf des Abends schmolz der CDU-Vorsprung aber dahin. Um 19.15 Uhr, nach der Ausszählung von 82 der 113 Stimmlokale, dann die Überraschung: Brammer lag mit acht Stimmen vorn, kurz darauf waren es 115 Stimmen. Dann lagen beide mit 21 147 Stimmen (35,19 Prozent) sogar gleichauf, „Es wird auf die 8780 Briefwähler ankommen“, sagte Ralf Wiechmann, Hauptabteilungsleiter im Kreishaus. Und so kam es: Als letzter Briefwahlbezirk wurde Ganderkesee IV ausgezählt – und Brammer hatte gewonnen.

AfD und FDP hadern

Nur wenige Kreistagsabgeordnete und interessierte Bürger verfolgten die Präsentation im Kreishaus. Unzufrieden zeigte sich Herbert Sobierei (AfD): „Die Rechnung von Ministerpräsident Weil, schnell den Landtag aufzulösen, ist aufgegangen. Die kleinen Parteien hatten kaum Zeit für einen Wahlkampf.“ Ob Harm Rykena auf Platz neun der AfD-Landesliste ins Parlament einzieht, blieb bis zum späten Abend unklar. Zunächst hatte die AfD im Landtag nur acht Mandate.

Auch Marion Daniel (FDP) haderte mit dem Ergebnis für ihre Partei. Leider sei der Direktkandidat der Liberalen, Niels-Christian Heins aus Hatten, „nicht so präsent“ gewesen.

15 Stimmen Unterschied

Das Wahlkreis-Ergebnis spiegelt sich tendenziell in der Gemeinde Ganderkesee wider. Auch hier überflügelte die SPD die CDU und wurde stärkste Partei. Selbst bei den Erststimmen lag Axel Brammer (5777) ganz knapp vor Anne-Marie Glowienka (5762) – 15 Stimmen Unterschied. 2013 hatte Brammer gegenüber dem damaligen CDU-Kandidaten Ansgar Focke aus Ganderkesee noch um 1700 Stimmen zurückgelegen.

Auffällig ist, dass FDP-Kandidat Niels-Christian Heins in Ganderkesee mehr Erststimmen einsammelte als vor viereinhalb Jahren der Lokalmatador Christian Dürr – bei den Zweitstimmen indes blieben die Liberalen 2,5 Prozentpunkte hinter dem Ergebnis von 2013 zurück. Die AfD schnitt in der Gemeinde besser ab als im Wahlkreis und auch landesweit. Die Grünen sackten in Ganderkesee stark ab: von 13,6 auf nur noch 8,5 Prozent. Die Freien Wähler verschlechterten sich ebenso.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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