So eindringlich wie selten zuvor hat Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann vor gewaltbereiten Ex-tremisten gewarnt, die sich zunehmend im Internet radikalisieren. Ein Anschlag sei jederzeit möglich. Natürlich mahnt der Minister auch vorsorglich, damit ihm niemand etwas vorwerfen kann, falls es tatsächlich passiert. Zieht man zudem ab, dass die Tonlage wohl dem Vorwahlkampf geschuldet ist, bleibt eine erschreckende Kernbotschaft.
Islamisten, Rechts- und Linksextremisten schüren den Hass gegen Andersdenkende und schaukeln sich im Internet gegenseitig hoch. Die Gefahr durch radikalisierte islamistische Einzeltäter wächst, Rechte schrecken vor Mord nicht zurück und Linke sind gewaltbereit wie nie.
Natürlich ist es richtig, wenn Schünemann auf Prävention statt nur auf Verbote setzt. Das Problem bekommt er damit alleine aber nicht in den Griff. Manche Entwicklung wurde möglicherweise verschlafen. Die Polizei muss im Internet auf Augenhöhe agieren können.
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