GÖDENS - Das Wetter beim mit Spannung erwarteten Lokalderby zwischen SV Gödens und FC Rot-Weiß Sande war wechselhafter als das Fußball-Kreisligaspiel. Das verlief völlig einseitig. Die Rot-Weißen dominierten von Beginn an, und die Gödenser mussten am Ende froh sein, nur mit 0:4 verloren zu haben.
'Mit dem Sieg haben wir die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel korrigiert. Einziges Manko war, dass wir nicht genügend für eine bessere Tordifferenz getan haben', sagte RW-Trainer Lars Poedtke, der mit Bestbesetzung antrat. Sein Gödenser Kollege Rainer Hotopp hatte im Vorfeld des Derbys dagegen einige personelle Probleme zu lösen. Torjäger Sven Richter fiel wegen einer Erkrankung aus. Außerdem musste Hotopp auf den gesperrten Offensivspieler Vitalis Buss verzichten. Taktisch entschied er sich dennoch, mit zwei Angreifern zu beginnen. Jan Volkmer und Nils Moldan setzten sich jedoch nie entscheidend durch gegen die Abwehrkette der Rot-Weißen, die furios starteten.
Mittelfeldspieler Marcel Schmidt traf schon nach 30 Sekunden den Pfosten. Er setzte damit ein erstes Signal für den Sturmlauf der Sander, den Dennis Rehbein mit einem Doppelschlag fortsetzte. Beide Treffer bereitete der sich häufig in die Offensive einschaltende Abwehrspieler Henning Trumpp vor. Der Gödenser Trainer Rainer Hotopp reagierte auf den 0:2-Rückstand mit der Auswechselung von Haidar Jerkas, dem es nicht gelang, die Kreise des Sander Torschützen einzuengen. Für ihn kam Marco Engel in die Begegnung, die nach dem 3:0 durch Marcel Schmidt beim Seitenwechsel schon entschieden war.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Gödenser, noch einmal ins Spiel zu kommen. In der Phase bekam der Sander Torhüter Sebastian Block Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Das Strohfeuer der Gödenser erlosch jedoch rasch. Die Rot-Weißen fanden ihren Rhythmus wieder. 'Wir haben sehr gut organisiert gespielt, leider eine Vielzahl von Chancen nicht genutzt', sagte Poedtke, der nur noch einmal Grund zum Jubeln hatte. Da schloss der 39-jährige Joannis Chrissochoidis einen Konter mit dem 4:0 ab. Eine für ein Derby nicht untypische Szene gab es in der 71. Minute, in der der Gödenser Dirk Harms den Sander Spielmacher Marcel Schmidt rüde von den Beinen holte. Für beide war die Begegnung vorzeitig beendet. Harms sah dafür Rot und Schmidt Gelb-Rot, weil er allzu ungestüm reklamierte.
