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NWZonline.de Region

Neuinfektionen In Niedersachsen: Corona-Ausbruch in Göttingen – 54 Infizierte in Bremerhaven

31.05.2020

Göttingen /Bremerhaven Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen befinden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Wie die Stadt mit Stand Samstagabend mitteilte, sind bislang 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. Alle Kontaktpersonen sollen auf das Virus getestet werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen.

Die Infektionen erfolgten bei mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Stadt sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. Aus Datenschutzgründen macht die Stadt keine weiteren Angaben zu den Betroffenen. Die Menschen haben sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende angesteckt.

Bremerhaven: Ausbreitung wohl nicht während Gottesdienst

Die Corona-Infektionen innerhalb einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven haben sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung nicht während der Gottesdienste, sondern durch familiäre und soziale Kontakte verbreitet. „Die Gemeinde hat dem Krisenstab ein plausibles Hygienekonzept für die stattgefundenen Gottesdienste dargestellt“, teilte die Stadt Bremerhaven am Sonntag mit. Krisenstab und Gemeinde seien überein gekommen, sich weiter miteinander auszutauschen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Das Gesundheitsamt wolle stützende aufsuchende Hilfen anbieten, um betroffene Familien direkt zu informieren und zu unterstützen.

Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sagte, es gebe keinen Grund, die Mitglieder der Kirchengemeinde zu stigmatisieren oder zu diskriminieren. „Ein solches Geschehen ist jederzeit auch in einem anderen Cluster in sozialen, beruflichen oder religiösen Zusammenhängen möglich“, sagte er. Die Religionsgemeinschaft verhalte sich ausgesprochen kooperativ. Die Zahl der positiv bestätigen Corona-Fälle aus dem Umfeld der Religionsgemeinschaft hat sich unterdessen am Sonntag (Stand 13.45 Uhr) um drei Fälle auf 57 erhöht.

Erst vor einer Woche war bekanntgeworden, dass sich bei der Eröffnung eines Restaurants im Kreis Leer zahlreiche Menschen imt Sars-CoV-2 infiziert hatten.

Positive Corona-Nachrichten gab es hingegen am Samstag aus dem Landkreis Osnabrück: Nach der Erkrankung eines Schülers eines Gymnasiums in Bramsche wurden 50 Kontaktpersonen getestet - alle Tests waren negativ, teilte der Landkreis mit.

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