Achternmeer - Das Lehrer-Gen scheint ihr in die Wiege gelegt zu sein: Nicht nur beide Elternteile von Dorothee Schmidt-Hofner waren Lehrer, auch schon ihre Großeltern unterrichteten Kinder. Für die neue Schulleiterin der Grundschule Achternmeer ist ihre neue Stelle dennoch etwas ganz Besonderes. Denn die 42-Jährige übernimmt die Rektorenstelle von einer für sie ganz wichtigen Person: ihrer Mutter Luise Ahlrichs. Die 66-Jährige hat sich Ende Juli offiziell in den Ruhestand verabschiedet.
Die Entscheidung, dass ihre Tochter ihre Nachfolge antritt, sei bereits beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung eine Woche nach Ostern gefällt worden, erzählt Luise Ahlrichs. Alle Formalien seien aber erst in der letzten Juliwoche abgeschlossen gewesen, so dass man mit dieser Nachricht nicht schon vorher an die Öffentlichkeit gehen konnte.
Vorher in Hamburg
„Meine Tochter ist zunächst für drei Monate abgeordnet. Das ist aber normal, wenn Lehrer in ein anderes Bundesland wechseln“, erklärt die ehemalige Schulleiterin. Die offizielle Amtsübergabe sei dann im November. Zuletzt unterrichtete Dorothee Schmidt-Hofner an einer Hamburger teilgebundenen Ganztagsschule (zwei Tage Nachmittagsunterricht verpflichtend, an den anderen Tagen freiwillig) mit rund 400 Kindern. Dort hatte die Pädagogin auch ihren Berufseinstieg; zuerst als Klassenlehrerin und die vergangenen zehn Jahre als Ganztagskoordinatorin. Die Sommerferien wurden dazu genutzt, mit der Familie von Halstenbek am Stadtrand von Hamburg nach Oldenburg zu ziehen. Erleichternd zu einem Ortswechsel kam hinzu, das Schmidt-Hofners Ehemann beruflich örtlich flexibel sei.
Profil passt genau
Von Hamburg in die alte Heimat zu ziehen, hatte verschiedene Gründe. „Zum einen wollten mein Mann und ich uns örtlich und beruflich verändern, zum anderen entspricht das Profil der Grundschule Achternmeer genau dem, welches ich mir wünsche“, sagt Dorothee Schmidt-Hofner. Gerade der Umwelt-Schwerpunkt sei für sie wichtig und richtig. Und auch den zweiten Schwerpunkt, den ihre Mutter gesetzt hatte, die Kultur, werde sie weiter verfolgen. In ihrem Studium hatte die dreifache Mutter Musik als Hauptfach sowie Mathe und Deutsch in den Nebenfächern. „Auch mein Vater war Musiklehrer“, sagt die Lehrer-Tochter. Während die Mutter die Geige als Instrument wählte, hatte sich Dorothee Schmidt-Hofner in ihrer Jugend für das Klavier entschieden. Später kam noch der Gesang dazu.
Aber die 42-Jährige will künftig noch ein anders wichtiges Thema im Blick haben: das Erlernen von Medienkompetenz sowie der Kinder- und Jugendschutz. „Das treibt mich auch selbst als Mutter um.“
Sohn wird eingeschult
„Ich freue mich für die Schule, denn ich weiß um die vielen Qualifikationen meiner Tochter“, sagt Ahlrichs, der privat eine wichtige Rolle zukommt. „Ich werde meine Tochter nicht nur aus der Ferne im neuen Amt begleiten, sondern mich auch um ihre drei Kindern im Alter zwischen drei und neun Jahren kümmern.“ Die Einschulung ihres siebenjährigen Sohnes am Samstag wird sich Schmidt-Hofner nicht entgehen lassen. „Da werde ich am selben Tag bei der Einschulungsfeier in Achternmeer von einer Kollegin vertreten.“ Aber es werde für die neuen Schüler und Eltern noch genügend Gelegenheiten geben, sich kennenzulernen.
