H - Nach dem erzwungenen Rückzug von Continental-Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) den Schaeffler-Konzern scharf kritisiert. „Schaeffler ist jetzt am Zug. Diejenigen, die maßlos waren, müssen zunächst die Konsequenzen tragen, erst danach ist der Staat an der Reihe. Wir werden das Geld des Steuerzahlers gut zusammenhalten“, sagte Wulff in Hannover zu möglichen Staatshilfen für Schaeffler. Anstatt Milliarden-Hilfen zu fordern, sei der finanziell hochverschuldete Großaktionär von Continental zuerst gefordert, ein vernünftiges Zukunftskonzept vorzulegen.

„Conti war ein funktionierendes Unternehmen. Schaeffler hat sich einfach übernommen, da war man zu leichtfertig“, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende Wulff. Schaeffler ist wegen der auf Pump finanzierten Conti-Übernahme hoch verschuldet und hat einen Milliarden-Kapitalbedarf.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte am Sonnabend, er gehe davon aus, dass Schaeffler kommende Woche das Zukunftskonzept präsentieren werde. Er habe dies mit Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler in einem Telefonat vereinbart.

Zugleich betonte der Ministerpräsident, dass für ihn die Sicherung der Arbeitsplätze im Vordergrund stehe.