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NWZonline.de Region

Zugverkehr bis Mitte nächster Woche gestört

07.10.2017

Hannover /Berlin Zugreisende in der Region müssen jetzt ganz starke Nerven haben: Der Bahnverkehr im Nordwesten ist nach Orkantief Xavier weiterhin massiv gestört. Und das wird auch noch so bleiben. Auf der Strecke Bremen Richtung Oldenburg fährt weiterhin kein Zug. Das wird nach Auskunft der Deutschen Bahn auch noch bis Montag der Fall sein. Auch auf der Strecke Oldenburg Richtung Leer steht alles still. „Wir hoffen, dass wir nächsten Mittwoch dort wieder fahren können“, sagt ein Bahnsprecher auf NWZ-Anfrage. Alles jedoch ohne Gewähr. Es könnte auch länger dauern. „Wir sind mit allem draußen, was eine Säge halten kann“, so der Sprecher. Über die Höhe der Schäden könne man jetzt noch keine Auskunft geben.

Auch die Nordwest-Bahn meldet, dass auf den meisten Strecken der Verkehr zunächst eingestellt bleibt. Auf den Strecken von Bremen nach Oldenburg, Bad Zwischenahn, Verden, Bremerhaven und nach Diepholz fallen Züge voraussichtlich den ganzen Tag aus, weil die Gleise immer noch nicht freigeräumt sind. In und um Bremen sind Busse und die Straßenbahn im Einsatz. Lediglich auf den Strecken RB 79 (Bodenburg - Hildesheim), RB 85 (Göttingen - Ottbergen) und RB 59 (Esens - Wilhelmshaven) kann der Zugverkehr sicher wieder aufgenommen werden.

Die Deutsche Bahn meldet Störungen für die Verbindungen Bremen-Hannover, Hannover-Hamburg, Hannover-Berlin und Bremen-Wunstdorf (einschließlich Gegenrichtung). Der Sprecher rät Reisenden deutschlandweit, sich mithilfe einer App über Ausfälle und Verspätungen am Freitag zu informieren.

Die Bahngesellschaft Metronom forderte Fahrgäste sogar auf, am Freitag und am Wochenende auf Bahnreisen zu verzichten. Es sei nicht absehbar, wann die Strecken wieder zuverlässig befahren werden können. Die Buskapazitäten seien derzeit vollkommen ausgeschöpft, es könnten auch keine zusätzlichen Busfahrten eingerichtet werden, zudem seien die großen Bahnhöfe überfüllt.

Unter anderem war auf der Metronom-Strecke Cuxhaven – Stade – Hamburg kein Zugverkehr möglich, die Strecke ist bis mindestens Samstag gesperrt. Auch sind die Buskapazitäten zwischen Cuxhaven-Stade erschöpft, ebenso zwischen Hamburg und Bremen. Der Zugverkehr Hamburg – Rotenburg – Bremen ist bis mindestens Samstag gesperrt. Noch bis zum Freitagabend sollte die Strecke Uelzen – Hannover gesperrt bleiben. Die enno-Strecken Braunschweig – Wolfsburg sowie Wolfsburg – Hannover sind auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Sieben Tote durch Sturm Xavier in Deutschland

Auch der Fährverkehr nach Wangerooge ist beeinträchtigt. Die Verbindungen um 13.10 Uhr ab Harlesiel und um 12 Uhr ab Wangerooge fallen aus. Die Straßen sind in Norddeutschland weitgehend wieder befahrbar. Die meisten Bäume sind weggeräumt.

Fotostrecken zum Sturm Xavier im Nordwesten

Videos zum Sturm Xavier im Nordwesten

Die Nacht verbrachten viele Gestrandete in Hotels oder in von der Bahn bereitgestellten Zügen. Insgesamt 20 Züge stellte die Bahn zur Verfügung. So standen zum Beispiel drei Übernachtungszüge in Kassel-Wilhelmshöhe, außerdem gab es sogenannte Hotelzüge auch in Berlin am Hauptbahnhof und an den Stationen Spandau und Südkreuz sowie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Hannover. In Kassel waren Schnellzüge gestrandet, weil sie aus dem Süden nicht weiter in Richtung Norden fahren konnten. Ähnliches passierte an Bahnhöfen in Köln und Leipzig.

Der Sturm legte am Donnerstag nicht nur den Fernverkehr lahm. Auch die öffentlichen Netze von Großstädten wie Berlin oder Hamburg waren beeinträchtigt. „Am stärksten betroffen ist aber der Fernverkehr“, betonte der Bahn-Sprecher. Er wirke sich am stärksten auf das gesamte Netz aus. Nach dem Unwetter, das die Bahn am Donnerstag zur Einstellung von einigen Teilen des eigenen Netzes zwang, drohen auch am Freitag große Beeinträchtigungen und viele Zugausfälle.

Die Bahn hatte am Donnerstag wegen des Sturms den Zugverkehr in mehreren Regionen eingestellt. Besonders betroffen waren Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Wie lange die Arbeiten dauern würden, war in der Nacht zum Freitag noch ungewiss. Es sei nicht auszuschließen, dass es auch am Wochenende noch Auswirkungen auf den Verkehr gebe, hieß es.

Die Bahn überprüfe die ganze Nacht ihre Strecken. Auf manchen Abschnitten sei dies aber ohne Tageslicht nicht oder nur schlecht möglich, erklärte der Sprecher.

Das Sturmtief hatte am Donnerstag mindestens sieben Menschen in Deutschland das Leben gekostet.

In Bremen stürzte auf der Ausfahrt Oslebshausen der A 27 in Fahrtrichtung Hannover ein Ast auf ein voll besetztes Auto. Die Insassen wurden laut Polizei glücklicherweise nicht verletzt. Jedoch wurde eine 65-Jährige gegen Donnerstagmittag vom einem großen Ast getroffen als sie eine Straße entlang ging. Die Frau musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Bremer Krankenhaus eingeliefert werden.

Am späten Abend entspannte sich zumindest die Wetterlage. Beim Verkehr ist eine Beruhigung der Situation noch nicht absehbar.

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