HILDESHEIM - In Hildesheim erinnert künftig eine Gedenktafel an die Deportation von Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten. Oberbürgermeister Kurt Machens (parteilos) wird sie an diesem Freitag enthüllen und symbolisch der Öffentlichkeit übergeben, sagte ein Stadtsprecher.
Am Standort der Tafel in der Kaiserstraße befanden sich bis 1945 das Dienstgebäude der Polizeidirektion Hildesheim und das Polizeigefängnis. Dort wurden am 1. März 1943 die Angehörigen der beiden Hildesheimer Sinti-Familien Franz und Braun-Frantz inhaftiert. Einen Tag später wurden sie gemeinsam mit weiteren Sinti-Familien aus dem Regierungsbezirk Hildesheim über Braunschweig in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Nach der Enthüllung der Gedenktafel soll es ab 17 Uhr im Hildesheimer Rathaus eine Gedenkveranstaltung zur Verfolgung der Sinti und Roma geben.
