HILDESHEIM - Ein kleines Krokodil wollen städtische Mitarbeiter in Hildesheim in einem Flussarm gesichtet haben.

Das rund 80 Zentimeter lange Reptil sei am Montag nach der Schilderung mehrfach aus einem Altarm der Innerste aufgetaucht, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Trotz der glaubhaften Aussage der Beschäftigten der Stadtentwässerung hätten Beamte das Krokodil später nicht mehr gesehen.

Nach der Beobachtung der Männer sei das Tier unter einem tiefhängenden Ast am Ufer verschwunden. Die Polizei selber wollte zunächst nicht weiter nach dem Krokodil Ausschau halten.

Der Tierexperte und Leiter des Familienparks Sottrum, Peter Deicke, vermutet, dass ein privater Reptilienhalter das Krokodil ausgesetzt hat, weil es ihm zu groß und lästig geworden war. Immer wieder gebe es verantwortungslose Händler und Halter, die auch abseits der Vorschriften Krokodile züchteten.


Eine Gefahr für Menschen gehe von dem Krokodil nicht aus, so lange man nicht versuche, das Tier einzufangen. „Dann kann es beißen, lebensgefährliche Verletzungen drohen aber nicht“, sagte Deicke.

Während des Sommers könne das Krokodil sich in dem Fluss noch von Fischen und Fröschen ernähren, „im Winter geht es ein“.