Hildesheim - Im Anlauf zur Oberbürgermeisterwahl in Hildesheim schmieden die Parteien eine ungewöhnliche Allianz: SPD, CDU und Grüne wollen erstmals mit einem gemeinsamen Kandidaten ins Rennen gehen, um den Mann vom Thron zu stoßen, der dort mit Unterbrechung seit 1991 regiert. Zwar flog Kurt Machens wegen einer Spendenaffäre bereits aus der CDU, und der Stadtrat wählte ihn 2002 ab. Bei der ersten Direktwahl 2006 aber stimmte die Mehrheit der Hildesheimer für den nun parteilosen „König Kurt“.

Um einen Wechsel im Rathaus zu ermöglichen, wollten die Parteien sich nicht mehr wie 2006 gegenseitig Stimmen abjagen, sondern einigten sich auf den parteilosen Gemeinschaftskandidaten Ingo Meyer. „Wir setzen auf den besseren Kandidaten“, betont der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Frank Leitermann.