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NWZonline.de Region

Wissenschaft: Hörforscher sind vier Tage lang ganz Ohr

22.06.2015

Delmenhorst /Oldenburg Seit Sonntagnachmittag – und noch bis Mittwoch – sitzt die Weltelite der Hörforschung in Delmenhorst zusammen, um bei Vorträgen und in Gesprächen neue Ideen zu entwickeln, wie man die derzeitigen Hörgeräte-Technologien (Hörgeräte und Implantate) dahingehend verbessern kann, dass die Hörfunktion in beiden Ohren gleich ist. Die Wissenschaft nennt das binaurales (beidohriges) Hören.

„Während herkömmliche Hörgeräte meist nur darauf ausgelegt sind, ein einzelnes Ohr zu versorgen, sind bei binauralen Systemen zwei Hörgeräte in beiden Ohren gekoppelt und entsprechend des individuellen Hörschadens aufeinander abgestimmt. Die zwei Hörgeräte tauschen dazu per Funk Daten aus“, sagt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier (Universität Oldenburg), Sprecher des Exzellenzclusters „Hearing4All“ (Hören für alle).

Kollmeier hat das Treffen der insgesamt 30 Experten im Hanse-Wissenschaftskolleg gemeinsam mit Prof. Dr. Bernhard Laback (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien) organisiert. Gesucht werden bei der Tagung vor allem Wege, wie das räumliche Hören verbessert werden kann. Kollmeier: „Es geht uns darum, Hörgeräte dahingehend zu verbessern, dass die Informationen von beiden Ohren ähnlich gut verarbeitet werden – so wie es das Gehirn tut. Zugleich empfangene Signale sollen wieder in verständliches Hören umgesetzt werden.“

Das Hauptproblem für eine künstlich wiederhergestellte Wechselwirkung von Ohr zu Ohr ist derzeit noch die dafür erforderliche hohe Übertragungsgeschwindigkeit. Die neue Technik soll die akustische Wahrnehmung in möglichst vielen Situationen für eine große Zahl von individuellen Nutzerprofilen vorhersagbar und steuerbar machen, um sie dadurch zu optimieren. Seit vielen Jahren werden Hörgeräte tatsächlich entsprechend beidseitig angepasst. Jedoch arbeiten klassische Hörgeräte völlig unabhängig für sich an jedem Ohr, eigentlich entgegen der menschlichen Natur.

Die internationalen Experten in Delmenhorst stammen aus den Bereichen Physiologie, Psychoakustik, neuronale Modellierung, Audiologie, Signalverarbeitung und virtuelle Akustik.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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