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NWZonline.de Region

Corona-News Im Überblick: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Donnerstag

27.03.2020

Im Nordwesten Laufend erreichen uns neue Nachrichten zur Ausbreitung des Coronavirus. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf dem Stand der Dinge bleiben, fasst unsere Redaktion nun jeden Abend die wichtigsten Nachrichten vom Tage für Sie zusammen.

Das sind die wichtigsten Nachrichten rund um das Coronavirus vom Donnerstag:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Krankenhäuser und Praxen. „Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm“, sagt der CDU-Politiker. „Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt.“ Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen. Spahn bekräftigt, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen beginnen konnte. Die Kapazität liege mit 300.000 bis 500.000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Es sei weiterhin wichtig, dass sie zielgerichtet eingesetzt würden.

Deutschlands Autobahnen sind nach Informationen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) wie leer gefegt. Durch die Ausgangsbeschränkungen sei das Verkehrsaufkommen massiv eingebrochen, teilt ein ADAC-Sprecher mit. Schon vor den offiziellen Ausgangsbeschränkungen registrierten die Verkehrsexperten einen deutlichen Rückgang. So wurden in der vergangenen Woche insgesamt rund 4900 Kilometer Stau verzeichnet – eine Woche zuvor waren es noch 14.500 Kilometer.

Infolge der Zuspitzung der Pandemie in den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sprunghaft angestiegen. Ihre Zahl hat sich in der Woche bis 21. März von 282.000 auf nunmehr rund 3,3 Millionen etwa verzehnfacht, wie das US-Arbeitsministerium mitteilt.

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In Deutschland sind bislang mehr als 37.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10 400 Fällen sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 7200 Fällen. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen. Mindestens 215 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Das sind die wichtigsten Nachrichten rund um das Coronavirus im Nordwesten:

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die niedersächsische Landesregierung am Donnerstag eine zentrale Hotline geschaltet. Unter der Telefonnummer +49 (0) 511 120 6000 gebe es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Zu Detailfragen werde der Kontakt zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in verschiedenen Bereichen der Regierung vermittelt. „Unser oberstes Ziel ist es, seriös zu informieren sowie Verunsicherungen und der Verbreitung von Fake-News entgegenzuwirken“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Das Gesundheitsamt des Landkreises Wesermarsch teilte am Donnerstagmorgen mit, dass sechs weitere laborbestätigte Corona-Fälle für das Gebiet des Landkreises Wesermarschgemeldet wurden. Die Gesamtzahl ist somit auf 26 gestiegen.Von den 26 Fällen werden 24 ambulant in häuslicher Quarantäne betreut. Ein Corona-Patient muss seit einigen Tagen, stationär behandelt werden. Darüber hinaus muss auch einer der neuen Fälle stationär behandelt werden.

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Das Land Niedersachsen meldet am Donnerstag 2726 laborbestätigte Covid-19-Fälle (+413 im Vergleich zum Vortag). Zehn Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind verstorben. Laut Informationen der Landesregierung sind mittlerweile niedersachsenweit 201 Menschen wieder genesen. Die Zahlen sollen künftig weiter mit erfasst werden.

Niedersachsen bereitet sich auf einen weiteren heftigen Anstieg von Corona-Fällen vor. Das hat Landesgesundheitsministerin Carola Reimann am Donnerstag klargestellt. „Wir haben Kapazitäten in Krankenhäusern und arbeiten daran, diese auszubauen“, sagte sie in Hannover. So sollen zum Einen Operationen, die planbar und nicht notwendig sind, verschoben werden. Darüber hinaus ist die Einrichtung von Behelfskrankenhäusern in Arbeit. Unter anderem in den Messehallen Hannover soll so eines entstehen. In Osnabrück hat am Donnerstag eine neue Intensivstation mit 14 Betten eröffnet. In der Ammerland-Klinik in Westerstede, die mit dem Bundeswehr-Krankenhaus zusammenarbeitet, sollen indes mehr Beatmungsplätze geschaffen werden.

Der Landkreis Wesermarsch sucht freiwillige Helfer für den Notfall. Menschen mit medizinischen oder pflegerischen Kenntnissen sollen sich in einer Datenbank des Deutschen Roten Kreuzes erfassen lassen. Sollte das Gesundheitssystem bei einer Vielzahl von Corona-Patienten an seine Grenzen stoßen, könnten diese Helfer eingesetzt werden. Mehr Infos gibt es hier.

Deutschlands zweitgrößter Agrarhändler Agravis rechnet im Zuge der Corona-Krise mit deutlich höheren Kosten im Bereich der Logistik. Um Lieferketten aufrechterhalten zu können, müsse das Unternehmen wegen Personalausfalls, zusätzlicher Logistikkapazitäten, Leiharbeitern und Sonn- und Feiertagszuschlägen höhere Ausgaben für das laufende Jahr einplanen, sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Köckler am Donnerstag bei der Vorstellungen der Bilanz für das Jahr 2019.

Airbus fährt wegen der gedrosselten Flugzeugproduktion in der Coronavirus-Krise auch die Fertigung neuer Tragflächen zurück. In den Flügelwerken in Großbritannien und Deutschland werde die Produktion aufgrund des geringeren Bedarfs für die nächsten drei Wochen angepasst, teilte der Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Donnerstag in Toulouse mit. In Bremen verkürzt der Konzern daher die Arbeitswoche. An den britischen Standorten Filton und Broughton werden die Osterferien verlängert.

Der Oldenburger Fotodienstleister Cewe rechnet aufgrund der Coronavirus-Krise mit negativen Auswirkungen im laufenden Jahr. Die Effekte seien aber noch nicht quantifizierbar, teilte das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen aus Oldenburg am Donnerstag bei der Vorlage endgültiger Jahreszahlen mit. Zuletzt erwartete der Konzern einen Umsatz zwischen 725 und 755 Millionen Euro sowie beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) eine Bandbreite zwischen 58 und 64 Millionen Euro. Doch unter Berücksichtigung potenzieller Auswirkungen der Coronavirus-Krise seien diese Ziele nach jetzigem Stand wohl nicht erreichbar, hieß es nun.

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