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NWZonline.de Region

Schon wieder kein Fahren nach Plan

13.08.2019

Im Nordwesten /Düsseldorf Frust bei Bahnreisenden aus dem Nordwesten: Erst am vergangenen Wochenende hatte es bei der Nordwest-Bahn Zugausfälle gegeben, zwischen Wilhelmshaven und Bremen sowie Bremen und Osnabrück fielen Verbindungen teilweise oder ganz aus – nicht immer war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Am Montag ging es dann weiter: Zugausfälle auf der Verbindung zwischen Esens in Ostfriesland und Wilhelmshaven. Die Nordwest-Bahn (NWB) nennt betriebliche Gründe – das heißt, es gab einen Mangel an Lokführern, erklärt eine Sprecherin.

Das Unternehmen versuche, als mittel- und langfristige Maßnahme mit der Ausbildung von Lokführern dem Mangel entgegenzuwirken. So investiere die NWB jährlich im gesamten Gebiet rund 2,5 Millionen Euro in die Ausbildung von neuen Triebfahrzeugführern, heißt es auf Nachfrage der NWZ. Da aber selbst eine Umschulung für Quereinsteiger zehn Monate dauere, lasse sich das Problem nicht von jetzt auf gleich lösen.

Man sei sich der Problematik bewusst und sei definitiv nicht zufrieden damit – der Mangel an Fachkräften sei jedoch ein branchenweites Problem, betont die NWB-Sprecherin. Hier seien kontinuierliche Maßnahmen, auch in Zusammenarbeit mit der Politik, nötig.

Wie eine Landtagsanfrage der Grünen ergab, fielen in Niedersachsen von Januar bis Mai dieses Jahres bereits ungeplant 7850 Züge ganz oder teilweise aus. Dies bedeutete eine Ausfallquote von 1,3 Prozent der im Fahrplan stehenden Züge. In 42,4 Prozent der Fälle fehlte der Lokführer, bei 22,2 Prozent der Fälle gab es einen Defekt am Zug.

Allein für diese Ausfälle wird die Landesnahverkehrsgesellschaft eine Vertragsstrafe von 2,5 Millionen Euro verlangen, bis zum Jahresende wird sich diese Summe noch erheblich erhöhen. Das Geld fließt in Verbesserungen des regionalen Bahnverkehrs. Bei neuen Verkehrsverträgen schreibt die Nahverkehrsgesellschaft eine Personalreserve bereits konkret vor.

Neben den finanziellen Sanktionen kann es im Ernstfall auch Abmahnungen vom Auftraggeber geben, wenn die Zugausfälle weiterhin auf einem nicht akzeptablen Maß bleiben. Eine Kündigung der Aufträge, wie es die Grünen vergangene Woche gefordert hatten, hält das Niedersächsische Verkehrsministerium nicht für ein geeignetes Mittel zur Lösung der Probleme, teilte eine Sprecherin auf Anfrage der NWZ mit. Eine Kündigung sei zwar als ultima ratio auch möglich – „aber da bei allen Eisenbahnverkehrsunternehmen derzeit bundesweit erhebliche Personalprobleme bestehen, wird damit das strukturelle Problem der fehlenden Triebfahrzeugführer nicht beseitigt“, erklärte die Sprecherin weiter.

Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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