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NWZonline.de Region

Coronavirus-Verdacht auch in Niedersachsen: Machen Sie sich Sorgen?

29.01.2020

Im Nordwesten Bilder von abgeriegelten Städten und immer wieder neue Krankheits- und Todesfälle: Die Nachrichten aus China über die Ausbreitung des Coronavirus’ beunruhigen auch hierzulande viele Menschen. Andere bleiben gelassen und nehmen die Berichterstattung der Medien als „Panikmache“ wahr.

Frage des Tages

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Das Virus hat nun auch Deutschland erreicht, es gibt einen ersten bestätigten Fall in Bayern. Experten stufen das Risiko für die Bevölkerung weiter als gering ein. Wie schätzen Sie die Situation ein: Machen Sie sich Sorgen angesichts der Ausbreitung des Virus’? Stimmen Sie hier ab oder schicken Sie uns Ihre Meinung zur Frage des Tages per E-Mail.

Coronavirus in Deutschland

Niedersachsen sieht sich für ein mögliches Auftreten des neuartigen Coronavirus im Land gut gewappnet. „Wir sind sehr gut vorbereitet“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) bei einem Besuch des Landesgesundheitsamtes. Nach Angaben ihres Ministeriums befinden sich derzeit einige Verdachtsfälle in der Abklärung. Es sei aber im Land noch keine bestätigte Erkrankung registriert worden, hieß es am Dienstagnachmittag. Der Präsident des Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz, sprach von landesweit unter zehn Verdachtsfällen. Alle Personen seien zuvor in China gewesen. Sie könnten auch zu Hause isoliert werden.

In der Universitätsmedizin Göttingen liegt einer dieser Patienten auf der Isolierstation. „Er kam aus China und hatte Grippesymptome“, sagte Hochschulsprecher Stefan Weller. Der Hausarzt habe die Person überwiesen. Ein Ergebnis der eingeschickten Probe werde am Mittwoch erwartet. Die Diagnostik des Virus dauert einen Tag.

Seit Dienstag können Verdachtsfälle auch im Landesgesundheitsamt in Hannover geprüft werden. Dort wurde eine eigene Labordiagnostik eingerichtet. „Das erspart uns die Einsendung der Proben an die Charité und damit wertvolle Zeit“, sagte Reimann. Bisher hatte Niedersachsen mit anderen Laboren kooperiert und Proben an das Berliner Krankenhaus Charité geschickt.

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Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Deutschland ist ein 33-Jähriger aus Bayern, der sich offenbar während einer Schulung in Deutschland bei einer Chinesin angesteckt hat. Er befindet sich auf der Isolierstation einer Münchner Klinik. In China und weiteren Ländern wurden inzwischen mehr als 2000 Erkrankungsfälle registriert. Mehr als 100 Menschen sind laut chinesischer Regierung infolge der Viruserkrankung gestorben.

„Wir beobachten die steigenden Infektionszahlen in China mit großem Ernst und bereiten uns auf eine mögliche Ausbreitung auch in Niedersachsen vor, auch wenn das hoffentlich nicht so kommen wird“, sagte Reimann. Für den Fall von Epidemien gebe es klar festgelegte Abläufe. Das Management eines Verdachts- oder Erkrankungsfalls sei den Gesundheitsbehörden bekannt.

Behördenchef Pulz betonte, dass erst wenig über das neue Virus 2019-nCoV bekannt sei. Die Gefährlichkeit und Inkubationszeit sei unbekannt. „Wir können keine Prognose abgeben, wie sich das Ganze weiterentwickelt.“

„Wir beobachten die steigenden Infektionszahlen in China mit großem Ernst und bereiten uns auf eine mögliche Ausbreitung auch in Niedersachsen vor, auch wenn das hoffentlich nicht so kommen wird“, sagte Reimann. Für den Fall von Epidemien gebe es klar festgelegte Abläufe. Das Management eines Verdachts- oder Erkrankungsfalls sei den Gesundheitsbehörden bekannt.

Behördenchef Pulz betonte, dass erst wenig über das neue Virus 2019-nCoV bekannt sei. Die Gefährlichkeit und Inkubationszeit sei unbekannt. „Wir können keine Prognose abgeben, wie sich das Ganze weiterentwickelt.“

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Das neue Virus 2019-nCoV stammt ursprünglich vermutlich von einem Markt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übersprang. Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, möglicherweise sogar ohne Symptome. Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht. Die Symptome - darunter trockener Husten, Fieber und Atemnot - können aber mit Medikamenten abgemildert werden.

Hotline geschaltet

Die DAK-Gesundheit in Niedersachsen schaltet am Freitag Hotline zum Thema.

Medizin-Experten informieren über die neue Lungenkrankheit und die Gefahren einer Infektion

In Deutschland gibt es erste bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus. Das Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits viele Menschen gestorben sind. Zur Aufklärung über mögliche Gefahren schaltet die DAK-Gesundheit in Niedersachsen am 31. Januar eine Beratungshotline. Zwischen 8 und 20 Uhr beantworten Ärzte und Hygienefachleute Fragen zu Risiken und notwendigen Schutzmaßnahmen. Das spezielle Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 können Kunden aller Krankenkassen nutzen.

Hamburg sieht sich gerüstet

Nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Coronavirus-Falls in Deutschland sieht sich Hamburg für alle Eventualitäten gerüstet. „Wir sind - sollte es zu einem Verdachtsfall kommen - in Hamburg gut aufgestellt. Wir sind vorbereitet“, sagte Dennis Krämer, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, am Dienstag. Die Behörden in der Hansestadt seien in Hab-Acht-Stellung. Er betonte aber auch: „Wir sind weit von einer Krisenlage entfernt.“

Hamburg halte genug klinische Einrichtungen vor, um im Fall der Fälle die Menschen medizinisch versorgen zu können, sagte Krämer. In erster Linie das UKE, aber auch andere Kliniken seien perfekt vorbereitet, um mögliche Infizierte in Isolationszimmern zu behandeln. „Es gibt die Möglichkeit, diese Personen zu isolieren.“

In der Nacht hatte das bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg mit dem neuartigen Coronavirus E infiziert habe. Der 33-Jährige habe sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, in München. „Es geht ihm recht gut, gestern Vormittag hat er noch gearbeitet.“ In China stieg derweil die Zahl der Infizierten bis Dienstag sprunghaft um rund 1700 auf mehr als 4500.

In Hamburg wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Es gebe täglich Telefonkonferenzen der Behörden und Gesundheitsämter mit dem Hafen- und Flughafenärztlichen Dienst, anderen Bundesländern und Flughäfen, um auf Entwicklungen reagieren zu können, sagte Krämer. Und: „Wir klären am Flughafen auf mit chinesischen Informationsmaterialien.“ Eine Sprecherin des Flughafens betonte, es gebe keine Direktfliege von China nach Hamburg und verwies auf die grundsätzliche Zuständigkeit der Gesundheitsbehörde.

Die Krankenkasse Barmer hat eine kostenlose Hotline zum Corona-Virus eingerichtet. Sie stehe nicht nur Barmer-Versicherten, sondern allen unter 0800 84 84 111 zur Verfügung, teilte eine Sprecherin der Krankenkasse in Schwerin mit.

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