Im Nordwesten - Vier von fünf Über-70-Jährigen finden, dass der Bund mehr Durchgriffsrechte bei der Corona-Pandemiebekämpfung bekommen sollte. In allen Altersgruppen unter 60 halten sich Befürworter und Gegner dieser Entscheidung annähernd die Waage. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die unsere Zeitung gemeinsam mit unserem Partner, dem Oldenburger Unternehmen Umfrageheld, in dieser Woche gestartet hat.
Anlass für die Erhebung ist eine geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes, mit deren Hilfe der Kampf gegen die Corona-Pandemie künftig bundeseinheitlich geregelt werden soll. Bislang sah die Regelung vor, dass vor die allem Bundesländer und Kommunen auf das Infektionsgeschehen reagieren sollten. Eine Entscheidung über die Gesetzesänderung steht derzeit noch aus.
Knapp über die Hälfte der 774 Umfrage-Teilnehmer, 56,1 Prozent, stimmten dieser Änderung zu. 43,9 Prozent aller Teilnehmer sagen: „Nein, bei der Pandemiebekämpfung müssen regionale Unterschiede und Erfahrungen berücksichtigt werden.“ Und genau diese Meinung wird der Umfrage nach im steigenden Alter unpopulärer. Schon in der Altersgruppe 60 bis 69 Jahre verschiebt sich die Tendenz in Richtung Zustimmung zu bundeseinheitlichen Regelungen, bevor sie bei den noch Älteren dann über 80 Prozent beträgt.
