IM NORDWESTEN - Der Winter hält mit Eis und Schnee die Region weiterhin im Griff. Während fast überall die Streusalz-Vorräte zur Neige gehen und Nachschub meist nur zögerlich oder nicht in den gewünschten Mengen kommt, droht weiteres Ungemach: In Oldenburg hat die Stadtverwaltung bereits 63 säumigen Schneeräumern ein Verfahren in Aussicht gestellt.

Dabei handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten (Kostenpunkt 72 Euro). In Varel (Kreis Friesland) wurden zwar auch keine Knöllchen an säumige Schneeräumer verteilt, aber bislang 30 Verwarnungen ausgesprochen. Auch in Zetel (Kreis Friesland) wurden bislang nur Verwarnungen ausgesprochen. In Brake (Kreis Wesermarsch) haben Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes Bürgern, die ihrer Räumpflicht nicht nachgekommen sind, Zettel mit entsprechenden Hinweisen in den Briefkasten geworfen.

„Das ist vorerst nicht mehr als eine freundliche Bitte“, sagt Detlef Wiggers, Leiter des Ordnungsamtes. In fünf „besonderes hartnäckigen Fällen“ habe die Stadt allerdings Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit angestrengt.

In allen Gemeinden des Landkreises Ammerland bleibt es bei einer mündlichen Verwarnung. „Wir packen die ordnungsbehördliche Keule nicht aus“, sagte Timo Tapken, Leiter des Bürgeramts in Bad Zwischenahn.

Zunehmend mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben auch die Müllwerker. Besonders entlegene Ortschaften können zur Abfuhr des Mülls nicht angefahren werden. Im Landkreis Cloppenburg stellt es die Behörde in das Ermessen des Fahrers, ob er abseits oder an schlecht geräumten Straßen liegende Häuser anfährt.


Ähnlich verhält es sich im Kreis Ammerland. Vereinzelt wurden die Tonnen nicht geleert, z. B. in verkehrsberuhigten Zonen. Im Kreis Vechta sind schon Touren ausgefallen, die im Nachhinein ersatzlos gestrichen wurden. Mit kleineren Fahrzeugen wird im Kreis Wesermarsch versucht, den Müll zu entsorgen.